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Hawkwind 11.05.22 07:50

AW: Kriegsgefahr in Europa
 
Zitat:

Zitat von Bernhard (Beitrag 99595)
Möglicherweise ereilt die Ukraine ja auch ein ähnliches Schicksal wie Ex-Jugoslawien? Hauptsache es kehrt wieder Frieden ein.

Das müssen die Ukrainer entscheiden, ob ihnen Frieden wichtiger ist als das Leben in einigermaßen Freiheit in einem souveränen Staat.

Meinst du, mit Putin an der Macht wird ein dauerhafter Frieden überhaupt möglich sein? Dass er ein Auge auf die baltischen Staaten geworfen hat, das ist ja kein Geheimnis; das hat er selbst geschrieben in seinen unsäglichen Essays.
Da habe ich schon arge Zweifel.

Bernhard 11.05.22 08:20

AW: Kriegsgefahr in Europa
 
Zitat:

Zitat von Hawkwind (Beitrag 99596)
Das müssen die Ukrainer entscheiden, ob ihnen Frieden wichtiger ist als das Leben in einigermaßen Freiheit in einem souveränen Staat.

Sehe ich genauso.

Zitat:

Meinst du, mit Putin an der Macht wird ein dauerhafter Frieden überhaupt möglich sein? Dass er ein Auge auf die baltischen Staaten geworfen hat, das ist ja kein Geheimnis; das hat er selbst geschrieben in seinen unsäglichen Essays.
Da habe ich schon arge Zweifel.
Der Einmarsch in die Ukraine wird die politischen Themen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland dauerhaft ändern. Wie genau, wird die Zukunft zeigen.

Bemerkenswert sind auch die neuesten verbalen Angriffe von Rogosin in Richtung Elon Musk. Russlands Raumfahrt-Chef droht Musk - der antwortet mit einem makabren Scherz (Focus Online, 09.05.2022)

pauli 11.05.22 10:56

AW: Kriegsgefahr in Europa
 
Zitat:

Zitat von Bernhard (Beitrag 99595)
Möglicherweise ereilt die Ukraine ja auch ein ähnliches Schicksal wie Ex-Jugoslawien? Hauptsache es kehrt wieder Frieden ein.

Ex-YU wurde nicht von Außen angegriffen, es waren mehrere Ethnien beteiligt die in vielen Gebieten und Orten auch noch gemischt zusammenlebten, die Situation war weit komplexer und ist es z.T. noch.

Dort wo Russland Besatzungsmacht sein würde kann es keinen Frieden geben.

Bernhard 11.05.22 11:03

AW: Kriegsgefahr in Europa
 
Zitat:

Zitat von pauli (Beitrag 99598)
Dort wo Russland Besatzungsmacht sein würde kann es keinen Frieden geben.

Bestenfalls wohl einen mehr oder weniger Erzwungenen, so wie in der damaligen DDR.

pauli 11.05.22 11:07

AW: Kriegsgefahr in Europa
 
Zitat:

Zitat von Hawkwind (Beitrag 99596)
Das müssen die Ukrainer entscheiden, ob ihnen Frieden wichtiger ist als das Leben in einigermaßen Freiheit in einem souveränen Staat.

Meinst du, mit Putin an der Macht wird ein dauerhafter Frieden überhaupt möglich sein? Dass er ein Auge auf die baltischen Staaten geworfen hat, das ist ja kein Geheimnis; das hat er selbst geschrieben in seinen unsäglichen Essays.
Da habe ich schon arge Zweifel.

Sehe ich genau so

Geku 11.05.22 11:40

AW: Kriegsgefahr in Europa
 
Der Erpressung mit der Atombome nachzugeben würde das atomare Gleichgewicht des Schreckens ins Wanken bringen und die Gefahr eines Atomkrieges erhöhen.

Putin hätte wissen müssen, dass die NATO die Ukraine mit Waffen unterstützt. Ob Defensiv- oder Angriffswaffen ist nur eine Frage des Einsatzes, aber so lange sie nur in der Ukraine gegen einen Agressor eingesetzt werden ist das nicht relevant.

Hawkwind 12.05.22 10:09

AW: Kriegsgefahr in Europa
 
Zitat:

Zitat von Geku (Beitrag 99601)
Der Erpressung mit der Atombome nachzugeben würde das atomare Gleichgewicht des Schreckens ins Wanken bringen und die Gefahr eines Atomkrieges erhöhen.

Putin hätte wissen müssen, dass die NATO die Ukraine mit Waffen unterstützt. Ob Defensiv- oder Angriffswaffen ist nur eine Frage des Einsatzes, aber so lange sie nur in der Ukraine gegen einen Agressor eingesetzt werden ist das nicht relevant.

Seine "Kalkulation" war anders: Ukraine innerhalb von 2 Tagen in einem Blitzkrieg zu überrollen: überall jubelnde Ukrainer, die sich über die Befreiung freuen und ukrainisches Militär, das gerne die Waffen streckt ... so etwa wie auf der Krim 2014. Die letzten 8 Jahre hatte er anscheinend verpasst, da er es vorgezogen hatte, in seiner eigenen Welt zu leben (wie Merkel nach einem Besuch bei ihm mal so schön gesagt hatte).
Und wenn es in 2 Tagen wirklich über die Bühne gegangen wäre, dann hätte der Westen evtl. tatsächlich genauso verdattert dagestanden wie 2014.

Geku 12.05.22 18:28

AW: Kriegsgefahr in Europa
 
Zitat:

Zitat von Hawkwind (Beitrag 99608)
Seine "Kalkulation" war anders: Ukraine innerhalb von 2 Tagen in einem Blitzkrieg zu überrollen: überall jubelnde Ukrainer, die sich über die Befreiung freuen und ukrainisches Militär, das gerne die Waffen streckt ... so etwa wie auf der Krim 2014. Die letzten 8 Jahre hatte er anscheinend verpasst, da er es vorgezogen hatte, in seiner eigenen Welt zu leben (wie Merkel nach einem Besuch bei ihm mal so schön gesagt hatte).
Und wenn es in 2 Tagen wirklich über die Bühne gegangen wäre, dann hätte der Westen evtl. tatsächlich genauso verdattert dagestanden wie 2014.

Scheinbar dürfte er auch beratungsresistent zu sein oder er hat sich mit schlechten Berater umgeben.

Putin erreicht genau das Gegenteil: https://diepresse.com/6138736

Geku 18.05.22 10:25

AW: Kriegsgefahr in Europa
 
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Podca...b-global-de-DE

Man sieht, dass der Einfuhrstopp von Gas, Öl und anderen Rohstoffen keinen Sinn macht, sondern nur uns selber schadet.

Wichtig wäre ein totaler Exportstopp nach Russland für technische Produkte, die zur Herstellung von Waffen dienen. Z.B: Microchips für Fernlenkwaffen, Panzer und Flugzeuge. Dann nutzt das, durch Gas und Ölexporte, erworbene Geld nicht für die Rüstungsindustrie. Das Volk leiden zu lassen, bindet dieses stärker an Putin.

Kaufen wir nicht, dann kaufen China und Indien:

https://www.msn.com/de-at/finanzen/n...8c65cba3181636

Das ÖL wird über griechische Reedereien dorthin transportiert. Aber diese sind vom Embargo ausgenommen. Dort sollte der Hebel angesetzt und die Löcher gestopft werden. Tankschiffe kann Russland nicht so schnell bauen, da der Stahl vor Panzer und versenkte Schiffe benötigt wird.

sirius 11.10.23 09:18

AW: Kriegsgefahr in Europa
 
Beschädigungen an Pipeline "Balticconnect" und einer Telekommunikationsverbindung, die auf Einwirkung von außen - Sabotage - hindeuten.

Eine Versorgungspipeline zwischen Finnland und den baltischen Staaten ist betroffen.

Es geht um Gas aber auch um Informationen, die dort mittels Unterwasserkabel übermittelt werden.

Versorgungsengpässe mit Gas für die Empfängerstaaten sind - auch im Winter - lt. der Nachrichtenagentur Reuters nicht zu erwarten.

https://www.reuters.com/markets/comm...ia-2023-10-10/

Zitat aus meinem Eingangspost zu diesem Thread

Zitat:

Die NATO wäre mE gut beraten, ihre Haltung klar abzuwägen und Deeskalation bei ihren Handlungen in den Vordergrund zu stellen.
Die Gefahr von akuten Angriffen - auch innerhalb Deutschlands - ist durch den Krieg in Israel nicht geringer geworden.

Wir tanzen doch alle schon längst auf einem Vulkan - die meisten Menschen haben aber noch gar nicht wirklich kapiert, wie brenzlig und explosiv die Lage (aus verschiedenen Gründen) global ist. "The Roaring Twenties" are back!


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