Einzelnen Beitrag anzeigen
  #1  
Alt 16.08.07, 14:45
Benutzerbild von richy
richy richy ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 01.05.2007
Ort: karlsruhe
Beiträge: 4.170
Standard Gedanken zu Entscheidungen

Aus chaostheorie.de
Aus dem Thread "Was ist Zeit" ausgelagert

AMEISE (untersucht den Begriff Entscheidung naeher)
Zitat:
Unsere Entscheidungen treffen wir nach unseren Erfahrungen ,
wir wägen Pros und Kontras ab (meistens unbewußt) .
Also auf Grund früherer Erlebnisse , deterministisch .
Wenn es Zufall gäbe , und ich würde eine Münze werfen ,
um eine Entscheidung zu treffen , wäre die Seite auf der die Münze
landet vielleicht nicht vorhersagbar , aber ich würde meine Entscheidung
von dem Ergebnis abhängig machen , also wäre sie auch nicht frei .
Und wenn die Münze nur in meinem Kopf wäre ? Würde das wirklich
etwas ändern ? Ist eine zufällige Entscheidung frei ? Eine Entscheidung
ohne "Grund" wäre eine dumme Entscheidung . Wir können zwischen
Möglichkeiten wählen , aber welche Möglichkeiten uns zur Verfügung
stehen können wir nicht bestimmen . Aber entscheiden tun wir uns
immer für das , von dem wir uns das beste Gefühl erhoffen , und was das
ist hängt immer von unseren Erfahrungen ab . Eine Entscheidung die
vollkommen "frei" ist , unbeeinflußt von Erfahrungen oder den Umständen
fände ich auch ziemlich seltsam . Manchmal entscheiden wir uns aber
auch für etwas , obwohl unsere Erfahrungen dagegen sprechen .
Vielleicht haben wir ja alle etwas irrationale Hoffnung in uns , die uns
dann doch ein bißchen frei macht .
....
Hatte auch schon mal den Gedanken das sich vielleicht einige Strukturen
"durchsetzen wollen " . Gott als Sinngeber für alles gefällt mir nicht .
RICHY
Zitat:
Du hast dann den Begriff Entscheidung untersucht. Das ist eine gute Idee.
Zum Beispiel wie wir Entscheidungen treffen.
Auf dem Eiffelturm gibt es kein Schild:
"Bitte entscheiden sie sich dafuer nicht herunterzuspringen :-)"
Weil die wenigsten der Besucher werden diese Entscheidung ueberhaupt in Erwaegung ziehen. Das Pro und Contra liegt ganz eindeutig bei "Nichtspringen".
So wie du schreibst, das laeuft unbewusst ab. Muessten wir dies staendig bewusst tun, waeren wir ja auch ueberhaupt nicht mehr handlungsfaehig.
Selbstverstaendliches Verhalten bedarf also gar keiner Entscheidung.
Bei wirklich weittragenden Entscheidungen werden wir, so wie du geschrieben hast,
die Vor und Nachteile zunaechst abwaegen.
Erhalten wir ein eindeutiges Ergebnis ist auch gar keine Entscheidung notwendig. Wir treffen daher auch recht selten echte Entscheidungen.
Vielleicht in folgenden Faellen:
- Die Entscheidung ist weittragen und Pro und Contra halten die Waage
- Wir muessen uns sehr schnell entscheiden (Ampel springt auf Orange)
Fuer uns persoenlich gibt es daher vielleicht gar nicht so viele Multiversen.
Mit Zitat antworten