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Alt 21.08.07, 11:50
quick quick ist offline
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Standard AW: Definition der Zeit

Hallo Joachim,

zunächst mal vielen Dank Deine Beiträge zu dem hier aufgeworfenen Problem.
Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr komme ich zur Überzeugung, dass die Formel E=mcc mit Vorsicht zu benutzen ist.

Zitat:
Zitat von Quantenmechaniker Beitrag anzeigen
Um ein Objekt der Masse 511 keV/cc zu erzeugen brauche ich 511 keV Energie.
Diese Objekt könnte z.B. ein Elektron sein. Wir können uns auch vorstellen, dass es durch Photonen erzeugt wurde, deren Energie mindestens diesen 511 keV entspricht.

Zitat:
Zitat von Quantenmechaniker Beitrag anzeigen
Und diese Energie hat sowohl vor als auch nach der Erzeugung dieses Objektes die Eigenschaft a) den Raum zu krümmen und b) der Raumkrümmung auf einer Geodäte zu folgen.
Ich glaube, mit Deiner Aussage kommt man zum entscheidenden Punkt des Problems.

Kann jegliche Form von Energie den Raum krümmen?
Ich denke: Nein!

Diese Eigenschaft bleibt der (wägbaren) Materie vorbehalten.
Wenn also Energie umgewandelt (quasi verbraucht)wurde zu Materie, steht sie für andere Zwecke nicht mehr ohne weiteres zur Verfügung.

Energie in jeglicher Form, also auch Materie, kann aber natürlich mit Gravitationsfeldern wechselwirken, bzw. sich entsprechend der Raumkrümmung bewegen.

Nur Masse kann den Raum krümmen, nicht aber die Energie in einem elektrostatischen oder magnetischen Feldes.(Diesbezügliche Versuche kann man alle als fehlgeschlagen betrachten). Ein Photon und sei es noch so energiereich, krümmt den Raum auch nicht, -eben weil es keine Masse besitzt.

Meiner Meinung nach ist die Formel E=mcc eher wie eine (chemische) Raktiongleichung zu benutzen: E -> mcc oder mcc -> E mit der Angabe der jeweiligen "Reaktionsbedingungen".

Ein Photon hat keine Masse, darf keine Masse haben, weder bei c noch bei Stillstand. Woher sollte denn die Masse auch kommen, solange kein Materiepartikel aus dem Photon erzeugt wurde?

Der "Komplex" eines Atoms mit einem wechselwirkenden Photon ist also auch nicht schwerer als das Atom allein.

Und wenn nun das Photon dieses "Komplexes" in das Atom eingedrungen ist und ein Elektron in ein höheres Orbital befördert hat, ist das jetzt angeregte Atom genauso schwer wie vorher.

Ein angeregtes Atom darf nicht schwerer sein als nichtangeregt, um die Konstruktion eines perpetuum mobiles zu verhindern.
Denkbar wäre hierzu, dass sich die Gesamtenergie des angeregten Atoms auf dem Weg zum Berg genau um den Betrag verringert, den das oben emittierte Photon auf dem Weg zum Tal durch Blauverschiebung gewinnt.

mfg
quick
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