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Alt 31.08.07, 18:10
uwebus uwebus ist offline
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Standard AW: Definition der Zeit

seberta,
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1. Wenn sich "R0 der Empirie entzieht", gibt es eine Grenze der Überprüfbarkeit, die möglicherweise den Status einer physikalischen Theorie sprengt?
2. Wenn die Frage nach der Dynamik (ZEIT) innerhalb der Physik nicht lösbar ist - bedarf dann die Physik einer Ergänzung der Meta-Physik, um aus ihrer "Sackgasse" herauszukommen?
3. Ist die Frage nach dem WARUM des Universums nicht ohnehin eine Frage, welche die Physik mit ihren Methoden prinzipiell nicht beantworten kann?
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Zu 1) Ich glaube, jede empirische Physik endet bei der maximal herstellbaren Empfindlichkeit eines Meßgerätes. Letztere arbeiten auf atomarer Basis und um ein Elektron zu bewegen bedarf es schon großer Energie im Verhältnis zu E0 = h/s. Ich weiß nicht, wie weit pfiffige Physiker in der Steigerung der Empfindlichkeit ihrer Meßverfahren vorankommen werden.

Zu 2) Ich meine, Physik ist GRUNDSÄTZLICH auf metaphysische Annahmen angewiesen, denn selbst wenn ich eine einzelne Arche messen könnte, könnte ich immer noch nicht sagen, warum so ein Ding so und nicht anders funktioniert. Das gleiche gilt für das Kausalitätsprinzip und für Energieerhaltung, beide setze ich metaphysisch voraus und kann nur versuchen, durch Messungen diese Annahmen immer wieder zu bestätigen. Die Grundlage der Physik IST die Metaphysik. Allerdings sollte man hier alles, was unter Metaphysik läuft in Bezug auf Sinnfragen, außen vor lassen, denn das gehört meiner Auffassung nach ins Reich der Metaesoterik.

Zu 3) Physik kann grundsätzlich keine WARUM-Fragen beantworten, denn sie ist eine die wahrnehmbare Welt beschreibende Wissenschaft. Erklärungen über den Sinn des Daseins muß sich m.E. jeder Mensch selbst erarbeiten, ist er zu faul dazu, kann er sich ´ne Bibel kaufen oder etwas ähnliches.

Gruß
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