Thema: VWI im Alltag
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Alt 13.05.20, 07:37
A.Waken A.Waken ist offline
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Standard AW: VWI im Alltag

VWI im Alltag

Truth is stranger than fiction, but it is because Fiction is obliged to stick to possibilities; Truth isn‘t.

Die Wahrheit ist merkwürdiger als die Erzählungen, weil die Erzählungen sich an den Wahrscheinlichkeiten orientiert; die Wahrheit tut das nicht.
(Mark Twain, eigene Übersetzung)

Fiction wird abgeleitet von der Realität oder genauer formuliert von der scheinbar geltenden Realität über die Konsens in der Gesellschaft besteht. Deshalb wird der Schriftsteller sich an den bekannten Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten orientieren.
Und im scheinbar logischen Rahmen bleiben.
Die Wahrheit braucht das nicht zu leisten. Wenn es nur genügend Welten gibt, kann das gesamte Spektrum, von dem was es geben könnte, existieren. In der VWI gilt daher die Devise: Alles was passieren kann, wird passieren.
Bei einem einzigen vorhandenen Universum gilt das nicht.
Kann das wirklich so offensichtlich sein und schon seit 200 Jahren erkannt?
Und vor diesem Hintergrund schauen wir uns unsere Welt mal an und bewerten die Merkwürdigkeiten und Absurditäten die es gibt, neu.
Beispiele fallen wohl jedem ein.
Anlass für diese Analyse ist der 2006 erschiene Film „Schräger als Fiktion“, Original: „Stranger than Fiction“.
Der Protagonist, ein Langweiler, wie er im Buche steht, Steuerbeamter, von Zahlen und vom Zählen geradezu besessen, hört eines Morgens eine weibliche Stimme, die von seinem Leben erzählt, wie es sich gerade abspielt.
Diese Stimme gehört einer Autorin, die sich in einer Schreibblockade befindet, aber deren Werke sich dadurch auszeichnen, dass am Ende ihrer Geschichten der jeweilige Protagonist jeweils stirbt.
Ein überaus sehenswerter Film.
Nach vielen gelesenen Rezensionen stieß ich auf den Zusammenhang mit dem obigen Zitat.
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