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Alt 16.05.07, 00:52
zeitgenosse zeitgenosse ist offline
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Standard AW: Uri Geller - Löffelverbieger

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Zitat von Marco Polo Beitrag anzeigen
Brrrrr...also entweder war das Huuuibuuuh das Schlossgespenst oder ihr hattet beide ein Glas Wein zu viel gepichelt.
Am Wein wird's nicht gelegen haben; denn damals trank ich noch keinen Wein.

Bereits Johann Heinrich Jung, Großherzoglich Badischer Geheimer Hofrat und Professor Dr. med. Dr. phil. h. c. - genannt Jung-Stilling - berichtet über Geistererscheinungen (Scenen aus dem Geisterreiche, 2 Bände). Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden war er als erfolgreicher "Augenoperateur". Während seiner Lebtage führte er an die dreitausend Augenoperationen durch. Den Beinamen "Stilling" gab er sich, weil er sich zu den Stillen im Lande zählte (denen ich mich bekanntlich auch verbunden fühle), indem er sich beständig in der ORATIO MENTALIS übte. Goethe wie auch Herder zählten zu seinem Bekanntenkreis und mit Kant stand er im Briefwechsel. Einige Stimmen meinen, er sei auch Freimauerer gewesen.

In Summe ist Stillings Geisterkunde ein Extract über das Walten nichtmenschlicher Entitäten, dem der Mensch - als Mikrokosmos im Makrokosmos - stetig ausgesetzt ist. Einige mögen diese Lehre falsch verstanden und andere auch überinterpretiert haben. In seiner "Apologie der Theorie der Geisterkunde" schliesst Stilling selbst eine 'Apokatastasis panton' nicht aus.

In Worten der gesunden Vernunft behandelt besteht also durchaus eine ins Auge zu fassende Möglichkeit, dass nebst der sichtbaren, mittels Mikroskopen und Teleskopen erforschbaren Welt eine schattenartige Hintergrundwelt existiert, die über das rein Materielle hinausführt und eben auch Manifestationen beinhaltet, die wir in Ermangelung besseren Wissens gerne als Spuk bezeichnen.

Bei Heim habe ich in seinem komprimierten Büchlein "Postmortale Zustände? Die televariante Area integraler Weltstrukturen" u.a. gelesen, dass gerade Personen mit ungelösten inneren Konflikten nach ihrem Abscheiden gewissermassen noch für längere Zeit an den Ort ihres spezifischen Konfliktpotentials gebunden bleiben, so dass gewisse Phänomene dadurch verständlicher werden, als es eine nur dem methodischen Naturalismus verpflichtete Weltsicht uns erklären kann. Im ungünstigsten Fall der Persönlichkeitsentwicklung nun kommt es zu einer Residual-Stenose mit einhergehenden schwersten Störungen.

Heim geht aufgrund einer ausserordentlich komplizierten Beweisführung davon aus, dass der Persönlichkeitskern eines Individuums weit über die somatische Lebensdauer hinaus erhalten bleibt (wenn auch keineswegs als unsterblich bezeichnet werden kann). Früher Erlebtes ist dabei in Form von Engramm-Code gespeichert. In der letzten Phase des Ablebens - der Thanatose - tritt eine abschliessende Engramm-Transkription in Erscheinung, die Noogramm genannt wird, worauf der π-Kern des Individuums bei vorauszugehender Bereinigung sämtlicher Mental-Konflikte - und demzufolge bei zu Lebzeiten zu erfolgender Abarbeitung aller Residuen - uneingeschränkten Zugriff erhält.

Anders sieht es bei schwerem zu Lebzeiten gebildetem und bei somatischer Dekompensation erhaltenem Residuum aus. Die dabei enstandenen Ideenmuster schädlicher Art behindern den Übergang in den postmortalen Zustand derart, dass es zu lokalen Rückkopplungen in den physikalischen Ortsraum kommt. Der Volksmund kennt bekanntlich die Legende vom Mörder, der ruhelos an den Ort seines Verbrechens zurückkehrt. Dies nun muss man allegorisch transkribieren. Manifestationen dieser Art werden dann aus partieller oder gänzlicher Unwissenheit als "Spukgeschichten" abgetan.

So in etwa sehe ich das auch.

Gr. zg

Geändert von zeitgenosse (16.05.07 um 01:04 Uhr)
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