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Theorien jenseits der Standardphysik Sie haben Ihre eigene physikalische Theorie entwickelt? Oder Sie kritisieren bestehende Standardtheorien? Dann sind Sie hier richtig.

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  #1  
Alt 19.01.19, 11:28
reinhard reinhard ist offline
Aufsteiger
 
Registriert seit: 11.11.2011
Beiträge: 82
Standard Universum-Antiuniversum

Mich beschäftigt folgender Gedanke.

Ist es theoretisch denkbar,dass wir in einem Universum leben welches
abwechselnd aus Materie und Antimatierie besteht.

Also wie eine alternierende Folge +1,-1,+1,-1,...

Allgemeiner mit CPT Symmetrien.

CPT,CPT konj.,CPT,CPT konj.CPT,CPT konj.CPT,CPT konj.CPT,CPT konj.,...

Man fragt sich dann natürlich sofort wie kann es sein,dass Zeit einmal
vorwärts und dann rückwärts läuft wo wir doch das empfinden haben dass
die Zeit vorwärts läuft?

Eine Erklärung wäre,dass der Zeitpfeil erst dadurch ensteht,dass die quadratischen Elemente wie Gravitation immer +1 sind aber die linearen
Elemente wie Phase +1 oder -1 sein können.
Man müßte dann also konsequenterweise sagen dass die Zeit so wie diese
in der Physik verwendet wird abwechselnd vorwärts und rückwärts geht
aber die Gravitation etwa (Universum dehnt sich aus) eine Richtung vorgibt.

Das hin und her der Phase wäre dann die eigentliche Zeit (Pendel).
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  #2  
Alt 20.01.19, 03:21
Timm Timm ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 26.03.2009
Ort: Weinstraße, Rheinld.Pfalz
Beiträge: 2.498
Standard AW: Universum-Antiuniversum

Was verstehst du unter “quadratischen Elementen der Gravitation” und inwiefern ist “Phase” ein lineares Element der Gravitation. Auf welches Modell beziehst du dich hier?
__________________
Der Verstand schafft die Wahrheit nicht, sondern er findet sie vor - Aurelius Augustinus
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  #3  
Alt 20.01.19, 13:42
reinhard reinhard ist offline
Aufsteiger
 
Registriert seit: 11.11.2011
Beiträge: 82
Standard AW: Universum-Antiuniversum

Zitat:
Zitat von Timm Beitrag anzeigen
Was verstehst du unter “quadratischen Elementen der Gravitation” und inwiefern ist “Phase” ein lineares Element der Gravitation. Auf welches Modell beziehst du dich hier?
Masse ist in natürlichen Einheiten äquivalent zu 1/r und Gravitation
ist äquivalent zu 1/r² mit r eine Länge oder Radius.

Die Wellenfunktionen von Elektronen z.B. lassen sich als Linearkombinationen
einer Basis darstellen (Vektoren im Hilbertraum).
Dies geht bei der Gravitation nicht da diese nicht linear ist (Selbstwechselwirkung,quadratische Differentialgleichung).

Phase war zugegeben irreführend.

Ergänzend möchte ich noch hinzufügen,dass z.B. ein Elektron bildlich gesprochen keinen Aufkleber drauf hat
auf dem steht *ich bin ein Elektron*.Man kann es nur an seiner Masse,elektr.Ladung,schwacher Ladung und Spin also Ladungen festmachen.
Deshalb meine ich,dass man es gar nicht erkennen kann ob man sozusagen im Spiegelbild oder im Bild selber lebt (man kann nur erkenne dass es ein Gegenüber gibt) und
es deshalb möglich ist dass unser Universum eine Abfolge von Bild,Spiegelbild,Bild,Spiegelbild usw. ist.
Es würde auch die Frage nach der fehlenden Antimaterie auf eine andere Art und Weise vielleicht erklären.
Die Antimaterie fehlt zwar im gleichen Moment ist aber im nächsten Moment present und dann wieder nicht usw...

Geändert von reinhard (20.01.19 um 14:07 Uhr)
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  #4  
Alt 20.01.19, 16:10
Hawkwind Hawkwind ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 22.07.2010
Ort: Rabenstein, Niederösterreich
Beiträge: 2.261
Standard AW: Universum-Antiuniversum

Zitat:
Zitat von reinhard Beitrag anzeigen
Masse ist in natürlichen Einheiten äquivalent zu 1/r und Gravitation
ist äquivalent zu 1/r² mit r eine Länge oder Radius.
Von welcher Messgröße sprichst du denn, meinst du die Gravitationskraft?
Gravitation selbst ist ja keine Messgröße sondern eine der fundamentalen Wechselwirkungen.

Zitat:
Zitat von reinhard Beitrag anzeigen
Die Wellenfunktionen von Elektronen z.B. lassen sich als Linearkombinationen
einer Basis darstellen (Vektoren im Hilbertraum).
Dies geht bei der Gravitation nicht da diese nicht linear ist (Selbstwechselwirkung,quadratische Differentialgleichung).
Welches Quant soll das im Falle der Gravitation denn sein, das sich da nicht als Vektor im Hilbertraum darstellen lässt?
Zitat:
Zitat von reinhard Beitrag anzeigen

...
Es würde auch die Frage nach der fehlenden Antimaterie auf eine andere Art und Weise vielleicht erklären.
Die Antimaterie fehlt zwar im gleichen Moment ist aber im nächsten Moment present und dann wieder nicht usw...
Sorry, aber mir kommt vor, du hast da irgendwo Blödsinn aufgeschnappt.
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  #5  
Alt 20.01.19, 17:07
reinhard reinhard ist offline
Aufsteiger
 
Registriert seit: 11.11.2011
Beiträge: 82
Standard AW: Universum-Antiuniversum

Sorry, aber mir kommt vor, du hast da irgendwo Blödsinn aufgeschnappt.[/QUOTE]

???

Viele Physiker fragen sich warum es mehr Materie als Antimaterie gibt!

Gedanklich.

Wendet man auf das ganze Universum so wie wir es derzeit verstehen und uns vorstellen Ladungskonjugation C, Parität P und Zeitumkehr T an dann
bleiben die Naturgesetze laut CPT Theorem dieselben.

Das heißt für mich,dass es möglich ist dass das Universum aus diesen beiden
Zuständen (Bild,Spiegelbild) in hintereinanderfolge besteht.
Für ein einzelnes Teilchen bedeutet dies z.B. dass es in Abfolge
ein Elektron dann ein Positron dann ein Elektron usw. ist.
Dies gilt aber für alle Teilchen und die Raumzeit im Universum gleichzeitig.

Das heißt ein Positron ist im Antiuniversum wie ein Elektron im Universum.

Für was ist das nun gut wenn man es sowieso nicht unterscheiden kann?
Kann man dann nicht einfach auch von einem Universum ohne Antiuniversum
sprechen?

Der Unterschied liegt z.B. im Verständnis der Zeit.
Wir verstehen Zeit als etwas was wie auf einer Geraden fortschreitet.
Haben wir aber ein alternierendes Universum dann ist es wie ein diskretes Hin und Herpendeln von -1 zu +1 und von +1 wieder zu -1 usw..
Ist man ein Teil dieses alternierenden Universums so ist alles wie gehabt.Zeit schreitet vorwärts.Elektronen bleiben Elektronen usw..
Stellt man sich aber gedanklich ausserhalb so erhält man ein Universum auf welches immer wieder die CPT Konjungationen angewendet werden.

Geändert von reinhard (20.01.19 um 17:38 Uhr)
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  #6  
Alt 20.01.19, 19:45
ghostwhisperer ghostwhisperer ist offline
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Beiträge: 325
ghostwhisperer eine Nachricht über ICQ schicken
Standard AW: Universum-Antiuniversum

Ist so eine Lösung vorstellbar?
https://www.heise.de/tp/features/Bei...n-4268862.html
__________________
Koordinatensysteme sind die Extremstform von Egoisten- sie beziehen alles auf sich selbst.

http://thorsworld.net/

Geändert von ghostwhisperer (20.01.19 um 19:49 Uhr)
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  #7  
Alt 20.01.19, 21:58
Hawkwind Hawkwind ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 22.07.2010
Ort: Rabenstein, Niederösterreich
Beiträge: 2.261
Standard AW: Universum-Antiuniversum

Zitat:
Zitat von reinhard Beitrag anzeigen
Zitat:
Zitat von Hawkwind
Sorry, aber mir kommt vor, du hast da irgendwo Blödsinn aufgeschnappt.
???

Viele Physiker fragen sich warum es mehr Materie als Antimaterie gibt!
Das ist korrekt so weit; laut Standardmodell der Kosmologie sollte beim Urknall gleich viel Materie wie Antimaterie entstanden sein, die sich dann im Laufe der Milliarden wieder annihiliert haben ... bis auf den Rest Materie, der unser Universum ausmacht. Man macht eine CP-Verletzung der Naturgesetze dafür verantwortlich.

Zitat:
Zitat von reinhard Beitrag anzeigen
Gedanklich.

Wendet man auf das ganze Universum so wie wir es derzeit verstehen und uns vorstellen Ladungskonjugation C, Parität P und Zeitumkehr T an dann
bleiben die Naturgesetze laut CPT Theorem dieselben.

Das heißt für mich,dass es möglich ist dass das Universum aus diesen beiden
Zuständen (Bild,Spiegelbild) in hintereinanderfolge besteht.
Für ein einzelnes Teilchen bedeutet dies z.B. dass es in Abfolge
ein Elektron dann ein Positron dann ein Elektron usw. ist.
Dies gilt aber für alle Teilchen und die Raumzeit im Universum gleichzeitig.
Nein, man beobachtet gewisse Erhaltungsgesetze; eines dieser Gesetze ist die Erhaltung der elektrischen Ladung: ein positiv geladenes Positron kann sich nicht einfach in ein negativ geladenes Elektron verwandeln und dann wieder zurück. Das meinte ich mit "Blödsinn aufgeschnsppt" . sorry für die saloppe Ausdrucksweise.

Zitat:
Zitat von reinhard Beitrag anzeigen
Das heißt ein Positron ist im Antiuniversum wie ein Elektron im Universum.

Für was ist das nun gut wenn man es sowieso nicht unterscheiden kann?
Kann man dann nicht einfach auch von einem Universum ohne Antiuniversum
sprechen?

Der Unterschied liegt z.B. im Verständnis der Zeit.
Wir verstehen Zeit als etwas was wie auf einer Geraden fortschreitet.
Haben wir aber ein alternierendes Universum dann ist es wie ein diskretes Hin und Herpendeln von -1 zu +1 und von +1 wieder zu -1 usw..
Ist man ein Teil dieses alternierenden Universums so ist alles wie gehabt.Zeit schreitet vorwärts.Elektronen bleiben Elektronen usw..
Stellt man sich aber gedanklich ausserhalb so erhält man ein Universum auf welches immer wieder die CPT Konjungationen angewendet werden.

Deine letzten Gedanken kann ich wiederum nicht nachvollziehen: da pendelt nichts von -1 zu +1.
Man versteht Zeit auch übrigens nicht als "etwas was wie auf einer Geraden fortschreitet". In der Allgemeinen Relativität haben wir es mit einer gekrümmten Raumzeit zu tun und man diskutiert auch geschlossene Topologien.
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  #8  
Alt 20.01.19, 23:09
Hawkwind Hawkwind ist offline
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Ort: Rabenstein, Niederösterreich
Beiträge: 2.261
Standard AW: Universum-Antiuniversum

Zitat:
Zitat von ghostwhisperer Beitrag anzeigen
Nun ja, diese Idee ist in dem höchst renommierten Journal "Physical Review Letters" publiziert worden; die Qualität der Publikation steht somit außer frage und es wird hier auch niemand in der Lage sein, sie zu widerlegen.
Mal abwarten, ob dieses Thema in Zukunft vertieft werden wird ... .
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  #9  
Alt 21.01.19, 07:28
Eyk van Bommel Eyk van Bommel ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 08.07.2007
Beiträge: 3.350
Standard AW: Universum-Antiuniversum

Die Frage die sich mir dabei stellt, ist:

Das Positron ist ja das „zeitlich gespiegelte“ Elektron – wenn das ganze Universum um 180° gedreht wird, dann doch auch der „globale Zeitpfeil“, damit würde das „Positron“ wieder nach „vorne“ fliegen. –t *-t =+t

Aus meiner Sicht.

Ich kann mir nur nicht erklären, warum es dann überhaupt Antimaterie gibt.
__________________
Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. A.E
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  #10  
Alt 21.01.19, 10:53
reinhard reinhard ist offline
Aufsteiger
 
Registriert seit: 11.11.2011
Beiträge: 82
Standard AW: Universum-Antiuniversum

Will hier nicht über die ART diskutieren.
Die Zeit ist ein Parameter in der QT und in der klassischen Physik.
In der SRT auf einer Geraden.
Hoffe das genügt ihren Einwänden.
Wir sollten aber beim Thema bleiben.


Nochmals kurz gefasst:

Das CPT Theorem besagt (und es gilt wahrscheinlich wenngleich es auch noch
experimentel überprüft wird):

The CPT theorem is a basic principle in particle physics which states that the combined operation of charge conjugation (C), time reversal (T), and parity (P) in any order is an exact symmetry of any interaction and that under the three transformations all physical laws must be invariant. This means that if any particle is replaced with its corresponding antiparticle, and the space coordinate and time are reversed, the physical laws are unchanged.

Was passiert nun wenn man diese 3 Transformationen auf das gesamte Universum anwendet?

Für einen Universumbewohner gar nichts.Für ihn ist alles wie gehabt da sich die Naturgesetze nicht verändern.

Aber man kann sich ja zumindest gedanklich auch ausserhalb des Universums
stellen und für diesen ändert sich die Zeitrichtung,Parität und Ladung.
Es führen also 2 mathematische Möglichkeiten zu einer Realität.
Der Erkenntnisgewinn bei der Sache ist für mich,dass die Realität sich
eventuell aus 2 Möglichkeiten ergibt.
Also eine Folge von CPT Transformationen ist.
Für Aussenstehenden:
CPT angewendet auf Universum ergibt Antiuniversum dann CPT angewendet auf Antiuniversum ergibt Universum usw..
Für den Bewohner des Universums ist wie gesagt Antiuniversum= Universum
aber für den Aussenstehenden ergibt sich ein anderes Bild.
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