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Wissenschaftstheorie und Interpretationen der Physik Runder Tisch für Physiker, Erkenntnis- und Wissenschaftstheoretiker

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  #31  
Alt 25.10.21, 01:26
pauli pauli ist offline
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Registriert seit: 03.06.2007
Beitr?ge: 1.482
Standard AW: Ist der Unterschied zwischen Atheisten und Theisten wirklich so groß?

Ich habe lange Zeit geglaubt ich sei "Atheist" bis ich mal zufällig auf "Agnostiker" gestoßen bin, kannte das vorher garnicht, das beschrieb mein Gefühl deutlich genauer.

Zwischen der Überzeugung "Es gibt keinen Gott" und "Es gibt Gott" sehe ich keinen nennenswerten Unterschied.
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  #32  
Alt 25.10.21, 09:45
Hawkwind Hawkwind ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 22.07.2010
Ort: Rabenstein, Niederösterreich
Beitr?ge: 3.089
Standard AW: Ist der Unterschied zwischen Atheisten und Theisten wirklich so groß?

Zitat:
Zitat von pauli Beitrag anzeigen
Ich habe lange Zeit geglaubt ich sei "Atheist" bis ich mal zufällig auf "Agnostiker" gestoßen bin, kannte das vorher garnicht, das beschrieb mein Gefühl deutlich genauer.

Zwischen der Überzeugung "Es gibt keinen Gott" und "Es gibt Gott" sehe ich keinen nennenswerten Unterschied.
Hab auch mal ge-googelt: für mich trifft am ehesten
Apatheismus (auch „apathischer“ oder „pragmatischer Agnostizismus“).

Mit anderen Worten: ist eh wurscht.
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  #33  
Alt 25.10.21, 09:56
Slash Slash ist offline
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Registriert seit: 30.07.2008
Beitr?ge: 441
Standard AW: Ist der Unterschied zwischen Atheisten und Theisten wirklich so groß?

Zitat:
Zitat von pauli Beitrag anzeigen
Ich habe lange Zeit geglaubt ich sei "Atheist" bis ich mal zufällig auf "Agnostiker" gestoßen bin, kannte das vorher garnicht, das beschrieb mein Gefühl deutlich genauer.

Zwischen der Überzeugung "Es gibt keinen Gott" und "Es gibt Gott" sehe ich keinen nennenswerten Unterschied.

Atheismus (weiteren Sinn) ist ja, der Mangel eines Glaubens / einer Überzeugung, dass es einen Gott gibt, und nicht notwendigerweise die Überzeugung, dass es keinen Gott gibt (was ohnehin kaum nachweisbar wäre).

Jedenfalls verstehe ich so den Wikipedia-Artikel zu Atheismus.

Atheismus (von altgriechisch ἄθεος átheos „ohne Gott“) bezeichnet die Abwesenheit oder Ablehnung des Glaubens an einen Gott oder Götter.
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  #34  
Alt 01.01.22, 20:00
sirius sirius ist offline
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Standard Beginn einer neuen Ära

Zitat:
Zitat von Slash Beitrag anzeigen
Atheismus (weiteren Sinn) ist ja, der Mangel eines Glaubens / einer Überzeugung, dass es einen Gott gibt, und nicht notwendigerweise die Überzeugung, dass es keinen Gott gibt (was ohnehin kaum nachweisbar wäre).

Jedenfalls verstehe ich so den Wikipedia-Artikel zu Atheismus.

Atheismus (von altgriechisch ἄθεος átheos „ohne Gott“) bezeichnet die Abwesenheit oder Ablehnung des Glaubens an einen Gott oder Götter.

Mit der „Abwesenheit oder Ablehnung des Glaubens an einen Gott oder Götter“ habe ich kein Problem. Da finde ich mich und mein Weltbild gut getroffen und wiedergegeben.

Der Buddhismus ist nach meiner Einschätzung eher eine Philosophie als eine Religion. Trotzdem zählt er zu den großen Weltreligionen.
DER Buddha, Siddharta Gautama, war ein Mensch. Genau wie alle anderen Religionsstifter (ist semantisch zutreffender als Religionsgründer) auch.

Die Entstehung von Religionen wurde durch Menschen „getriggert“, die durch ihr Leben oder ihre Lehre tiefe und sichtbare Spuren im Weltgeschehen hinterlassen haben. Weil in weit zurückliegenden Zeiten viele Ereignisse noch nicht wissenschaftlich erklärt werden konnte, brauchte man ein übernatürliches Wesen - eine Entität - die all das erklären konnte.

Heute können wir „ohne Gott“ die Existenz unseres Universums und sogar die von Multiversen erklären.
Wenn das kein wirklich tiefer Einschnitt im Weltgeschehen ist, was dann?

Es gibt viele Ungereimtheiten und Unwahrheiten in der Menschheitsgeschichte, die trotzdem den Ablauf des Weltgeschehens bestimmt haben.

Ein gravierendes Beispiel für unseren christlich-abendländischen Lebensraum

Die konstantinische Schenkung

Im www finden sich zu dem Begriff sehr viele Informationen.

Religionen dienten und dienen immer noch dazu, Menschenmassen zu beeinflußen und zu lenken.


Religion(en) und vor allem Traditionen werden nicht einfach so verschwinden, auch wenn der individuelle Gebrauch von Verstand und Vernunft ein Festhalten an Religionen nicht unterstützt.


Es ist doch beängstigend zu sehen, wie „Gläubige“ zwar die Errungenschaften der modernen Welt nutzen um gleichzeitig an martialischen und menschenverachtenden oder einfach nur gesundheitsgefährdenden Ritualen festzuhalten.

Ob ein rituelles Bad im Ganges („Mutter Ganga“ ist eine hinduistischen Gottheit), sinnlose männliche Beschneidungen im Kleinkindalter oder Ausgrenzung und Herabsetzung bis hin zur Herabwürdigung der weiblichen „Hälfte“ der Weltbevölkerung - alles fußt auf „Religion“.

Will man das Übel mit der Wurzel beseitigen, muß man letztlich den „Glauben an Gott“ also die Gottesvorstellung an sich überflüssig machen und eine Alternative anbieten.

Stephen Hawking hat diese Türe für viele Menschen weit geöffnet.

Alles Gute und viel Erfolg im neuen Jahr

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Stephen Hawking
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  #35  
Alt 01.01.22, 22:20
sirius sirius ist offline
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Standard

Zitat:
Zitat von pauli Beitrag anzeigen
Ich habe lange Zeit geglaubt ich sei "Atheist" bis ich mal zufällig auf "Agnostiker" gestoßen bin, kannte das vorher garnicht, das beschrieb mein Gefühl deutlich genauer.

Zwischen der Überzeugung "Es gibt keinen Gott" und "Es gibt Gott" sehe ich keinen nennenswerten Unterschied.
Zitat:
Zitat von Hawkwind
Hab auch mal ge-googelt: für mich trifft am ehesten
Apatheismus (auch „apathischer“ oder „pragmatischer Agnostizismus“).

Mit anderen Worten: ist eh wurscht.
Fürchtet Ihr keine Konsequenzen, falls es „Gott“ doch gibt?
Der oder die könnte(n) ganz schön sauer auf Euch sein, wenn Ihr IHM oder vielleicht auch IHR oder DIVERSEN GÖTTERN und GÖTTINNEN so wenig Achtung entgegenbringt.

Ich habe mich entschieden - mir kann z.B. der christliche Gott nicht vorwerfen, daß ich „weder kalt noch warm bin“… Offenbarung, Kapitel 3, Vers 15 und folgende.

Ich distanziere mich klar und verweigere Akte der Unterwerfung und Anbetung.

Bitte nicht als missionieren verstehen.
Ich bin tolerant und es hat für mich keine Bedeutung welcher Religion oder welchem Glauben jemand anhängt, solange niemand, also kein anderer Mensch, von mir verlangt, mich und meine Weltsicht einem göttlich geprägten Weltbild unterzuordnen und nach den Vorstellungen gläubiger Menschen zu leben.

Afghanistan z.B. ist ein aktuelles und abschreckendes Beispiel für Intoleranz gepaart mit Inkompetenz und Fanatismus im Namen einer Religion.
Ich könnte noch mehr aufzählen, aber ich denke nicht, daß das in diesem Umfeld hier notwendig ist.

Die UN und ihr bestehendes Regelwerk ist nicht wirklich hilfreich, wenn es um die Verhinderung von Kriegen geht.
Eine Anpassung der Regularien ist - gerade in der jetzigen Situation - nicht erwartbar.

Wenn ich gläubig wäre, würde ich spätestens jetzt beten:
„Gott steh uns bei und verhüte das Schlimmste“

Die Frage ist nicht ob etwas passieren wird, sondern wann….
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Ge?ndert von sirius (02.01.22 um 00:17 Uhr) Grund: Zuweilen macht die Autokorrektur Probleme und verändert Worte - Sorry
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  #36  
Alt 02.01.22, 01:07
pauli pauli ist offline
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Standard AW: Ist der Unterschied zwischen Atheisten und Theisten wirklich so groß?

Zitat:
Zitat von sirius Beitrag anzeigen
Fürchtet Ihr keine Konsequenzen, falls es „Gott“ doch gibt?
Der oder die könnte(n) ganz schön sauer auf Euch sein, wenn Ihr IHM oder vielleicht auch IHR oder DIVERSEN GÖTTERN und GÖTTINNEN so wenig Achtung entgegenbringt.
Nein, fürchte ich nicht, es wäre grotesk wenn ein Wesen das das Universum erschaffen hat irgendwelche Fuzzis von einem Planeten im Nirgendwo bestrafen würde.
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  #37  
Alt 02.01.22, 08:23
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Standard AW: Ist der Unterschied zwischen Atheisten und Theisten wirklich so groß?

Zitat:
Zitat von pauli Beitrag anzeigen
Nein, fürchte ich nicht, es wäre grotesk wenn ein Wesen das das Universum erschaffen hat irgendwelche Fuzzis von einem Planeten im Nirgendwo bestrafen würde.
Außer man stellt die Menschen wieder in den Mittelpunkt des Universums.

Wie sieht es aus, wenn man von einer bevorstehenden Straftat bescheid weiß und diese nicht verhindert. Wenn es schon nicht strafbar, dann ist es zumindest moralisch verwerflich.

Interessant wird beim ersten Kontakt einer weit vorgeschritten Zivilisation die Frage nach deren Religion sein. Schließlich sollten wir einen gemeinsamen Schöpfer des Universums haben.
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It seems that perfection is attained not when there is nothing more to add, but when there is nothing more to remove — Antoine de Saint Exupéry

Ge?ndert von Geku (02.01.22 um 08:28 Uhr)
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  #38  
Alt 02.01.22, 14:46
pauli pauli ist offline
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Zitat:
Zitat von Geku Beitrag anzeigen
Wie sieht es aus, wenn man von einer bevorstehenden Straftat bescheid weiß und diese nicht verhindert. Wenn es schon nicht strafbar, dann ist es zumindest moralisch verwerflich.
Welche Straftat, wovon redest du?
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  #39  
Alt 02.01.22, 14:57
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Zitat:
Zitat von pauli Beitrag anzeigen
Welche Straftat, wovon redest du?
A: § 95 Unterlassung der Hilfeleistung bzw. D: § 323c Unterlassene Hilfeleistung
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  #40  
Alt 02.01.22, 17:36
sirius sirius ist offline
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Zitat:
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A: § 95 Unterlassung der Hilfeleistung bzw. D: § 323c Unterlassene Hilfeleistung
Auf wen oder was beziehst Du das?

Wo ist da der Zusammenhang?
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