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Theorien jenseits der Standardphysik Sie haben Ihre eigene physikalische Theorie entwickelt? Oder Sie kritisieren bestehende Standardtheorien? Dann sind Sie hier richtig.

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  #31  
Alt 15.01.19, 11:49
Eyk van Bommel Eyk van Bommel ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 08.07.2007
Beiträge: 3.286
Standard AW: Herakleitos' Gedanken über Zeit

Sicher kann man Sätze mit einer „didaktischen Reduktion“ auf diese Art und Weise „diffamieren“, aber ich denke, dass er es auch „Formal“ erklären könnte was er meint, aber dann steigen 95% seiner Leser aus. Ich denke nicht, dass er dabei dann die Dirac-Gleichung verwenden würde.

So – die letzten Zitate, dann soll es damit gewesen sein.

Um zu zeigen, dass Rovelli nicht der Einzige ist (und mathematisch nicht unerfahren ist)…

Zitat:
" als ich mich eines Abends bei Tisch neben einer außergewöhnlichen Persönlichkeit wiederfand: Alain Connes. Alain ist einer der größten zeitgenössischen Mathematiker. Er hat die wichtigsten internationalen Auszeichnungen seines Fachgebiets erhalten.“.....
....Dann, nach mehreren Gläsern Wein, meinte Alain schließlich ganz nebenbei: «Ich habe eine tolle Idee, auf welche Weise die Zeit entsteht, aber niemand hat sie bisher ernst genommen.»....
Um zu zeigen, dass es tatsächlich um die „Variablen t“ geht, die er „entfernen will.

Zitat:
"Das impliziert nicht, dass die Zeit nicht real ist. Natürlich gibt es sie! Genauso, wie oben und unten, rot und blau, gezuckert und gesalzen, heiß und kalt real sind. Es genügt, einen Herd anzufassen, um sich davon zu überzeugen. Dennoch benutzt die Physik diese Begriffe nicht, wenn sie die Natur auf fundamentaler Ebene beschreibt. Man darf nicht das, was auf einer bestimmten Skala oder in einer speziellen Situation existiert, mit dem verwechseln, was für die grundsätzliche Beschreibung der Natur notwendig ist. Die einzelnen Atome tragen keine Farbe, haben keinen Geschmack und auch keine Temperatur. Um die Fundamente der Welt zu erkennen, muss man sich dieser Vorstellungen entledigen. Genauso muss man sich, wenn man die Welt verstehen will, meiner Meinung nach von der Variablen t verabschieden."
Edit:
Zitat:
"Kann man von der Raumzeit sprechen, wenn die Zeit nicht existiert? Ja, das ist durchaus möglich, wenn man «à la Feynman» rechnet."
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Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. A.E

Geändert von Eyk van Bommel (15.01.19 um 11:52 Uhr)
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  #32  
Alt 15.01.19, 13:26
Hawkwind Hawkwind ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 22.07.2010
Ort: Rabenstein, Niederösterreich
Beiträge: 2.158
Standard AW: Herakleitos' Gedanken über Zeit

Zitat:
Zitat von Eyk van Bommel Beitrag anzeigen
So – die letzten Zitate, dann soll es damit gewesen sein.
Dann von mir auch nochmal ein Zitat
Zitat:
Zitat von Einstein
Zeit ist das, was man von einer Uhr ablesen kann.
soll er mal zu einem nervigen Journalisten gesagt haben.
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  #33  
Alt 15.01.19, 14:27
Eyk van Bommel Eyk van Bommel ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 08.07.2007
Beiträge: 3.286
Standard AW: Herakleitos' Gedanken über Zeit

Zitat:
Zitat von Hawkwind Beitrag anzeigen
Dann von mir auch nochmal ein Zitat.
Das ist auch aus meiner Sicht, die einzig sinnvolle „Definition“ der Zeit.

Die Gewichtskraft ist auch die, die ich von meiner Waage ablesen kann.

Ob sie physikalisch sinnvoll ist-ist eine andere Frage
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  #34  
Alt 15.01.19, 15:08
Bernhard Bernhard ist offline
Moderator
 
Registriert seit: 14.06.2017
Beiträge: 880
Standard AW: Herakleitos' Gedanken über Zeit

Zitat:
Zitat von Eyk van Bommel Beitrag anzeigen
Ob sie physikalisch sinnvoll ist-ist eine andere Frage
Komplett überzeugt bin ich da noch nicht, weil Rovelli ja tatsächlich als LQG-Spezialist gehandelt wird und die Erfolge der LQG auch eher überschaubar sind, im Sinne von "Work in progress".
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Freundliche Grüße, B.

Überhaupt droht ja jedem universelle Geltung heischenden Ansatz die Sphinx der modernen Physik, die Quantentheorie - T. Kaluza, 1921
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  #35  
Alt 15.01.19, 16:10
Eyk van Bommel Eyk van Bommel ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 08.07.2007
Beiträge: 3.286
Standard AW: Herakleitos' Gedanken über Zeit

Zitat:
Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
Komplett überzeugt bin ich da noch nicht.
Wie kann man auch von etwas komplett überzeugt sein?

Nur wenn man über 10 Jahre hinweg erfolglos Diskussionen über die Illusion einer physikalischen Entität namens Zeit geführt hat, fand ich es angenehm zu lesen.

Es ist mir auch nicht wichtig ob die LQG physikalisch relevante Ergebnisse liefern wird. Ich denke aber dass diese Art der "thermodynamischen Betrachtung" ein geeigneter Weg ist, die QM mit der RT zu verknüpfen.

Ich bezweifle jedoch, dass das Ergebnis am Ende für uns verständlicher sein wird. Ich meine damit: Dass das nächste Weltbild extrem krass für uns alle sein dürfte.
Weit von dem entfernt, was Raum und Zeit in unseren Augen heute ist.
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Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. A.E
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  #36  
Alt 15.01.19, 17:02
Bernhard Bernhard ist offline
Moderator
 
Registriert seit: 14.06.2017
Beiträge: 880
Standard AW: Herakleitos' Gedanken über Zeit

Zitat:
Zitat von Eyk van Bommel Beitrag anzeigen
Ich meine damit: Dass das nächste Weltbild extrem krass für uns alle sein dürfte.
Weit von dem entfernt, was Raum und Zeit in unseren Augen heute ist.
Das erwarte ich eigentlich nicht.

Ich denke vielmehr, dass das weitverbreitete Anspruchsdenken verschwinden wird. Wahr ist aus meiner Sicht vielmehr, dass wir tatsächlich in einer im Detail recht bis sehr komplizierten Welt leben. Intelligente Menschen werden sich also eher ein kompliziertes Weltbild zurechtlegen und eher einfach gestrickte Menschen ein eher triviales Weltbild und man wird dann wohl lernen müssen mit unterschiedlichen Weltbildern auszukommen.

Die letzten paar Jahre zeigen, dass man um die sogenannte Toleranz nicht mehr wirklich herumkommt, was wiederum bedeutet, dass es das für alle verbindliche oder zutreffende Weltbild nicht gibt. Das ist zwar gewissermaßen schade, aber warum soll sich die Welt immer an den Bedürfnissen aller Menschen orientieren?
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Freundliche Grüße, B.

Überhaupt droht ja jedem universelle Geltung heischenden Ansatz die Sphinx der modernen Physik, die Quantentheorie - T. Kaluza, 1921
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  #37  
Alt 15.01.19, 17:38
Eyk van Bommel Eyk van Bommel ist offline
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Registriert seit: 08.07.2007
Beiträge: 3.286
Standard AW: Herakleitos' Gedanken über Zeit

Zitat:
Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
Dahr ist aus meiner Sicht vielmehr, dass wir tatsächlich in einer im Detail recht bis sehr komplizierten Welt leben. Intelligente Menschen werden sich also eher ein kompliziertes Weltbild zurechtlegen und eher einfach gestrickte Menschen ein eher triviales Weltbild und man wird dann wohl lernen müssen mit unterschiedlichen Weltbildern auszukommen.
Interessanter Gedanke

Aber kann man nicht davon ausgehen, dass Wissenschaftler erfolgreicher sind, wenn das Modell, dass sie pflegen näher an der Realität ist?
Vielleicht können künstliche Intelligenzen eines Tages die theoretische Physik rein mathematisch betreiben*, der Mensch wird wohl immer Modelle als Hilfsmittel verwenden. Und ein altes Weltbild kaum zum erfolg führen!?

Als Kind/Jugendlicher hat mich das ART-Modell fasziniert, da es eben Raum und Zeit völlig anders dargestellt hat wie es - sagen wir die Amischen – sehen. Die nackten Zahlen und Formeln allein, hätten mich nicht in dieses Forum gedrängt. Kann ein "Amischer" Physik berteiben und bei seiner Weltvorstellung bleiben?


Aber ja - vielleicht spalten sich die Weltbilder der Menschen mit der Zeit auf.



*wundert mich eh, dass da diesbezüglich so wenig passiert. Ist es so schwer alle Formeln in einen Computer zu bringen und ihn alle möglichen Berechnungen durchführen zu lassen? Ist doch alles streng logisch? Kann ein Computer/eine künstliche Intelligenz dem man die Newtonsche Mechanik beigebracht hat nicht anhand der mathematischen Werkzeuge auf die SRT kommen?
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  #38  
Alt 15.01.19, 17:50
Bernhard Bernhard ist offline
Moderator
 
Registriert seit: 14.06.2017
Beiträge: 880
Standard AW: Herakleitos' Gedanken über Zeit

Zitat:
Zitat von Eyk van Bommel Beitrag anzeigen
Kann ein "Amischer" Physik berteiben und bei seiner Weltvorstellung bleiben?
Das kann doch nur jemand fragen, der die Amischen nur aus dem Kino kennt.

Zitat:
Aber ja - vielleicht spalten sich die Weltbilder der Menschen mit der Zeit auf.
Die Frage ist, welchen Zweck ein Weltbild erfüllen soll. Diese Anforderung wird sich mit der Zeit notwendigerweise verändern.

Zitat:
Kann ein Computer/eine künstliche Intelligenz dem man die Newtonsche Mechanik beigebracht hat nicht anhand der mathematischen Werkzeuge auf die SRT kommen?
Das ist sehr spekulativ.

Aktuell gibt es wohl bestenfalls eine KI namens Heureka, die recht clever optimierte Polynome über Messreihen legen kann. Der Programmierer hat jedoch tatsächlich darüber spekuliert, dass zukünftige Wissenschaftler nur noch darüber entscheiden werden, was Computer dann erforschen.

Wer weiß, wer weiß? Ich denke, wir diskutieren mittlerweile ziemlich offtopic .
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Freundliche Grüße, B.

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  #39  
Alt 16.01.19, 08:09
Eyk van Bommel Eyk van Bommel ist offline
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Beiträge: 3.286
Standard AW: Herakleitos' Gedanken über Zeit

Zitat:
Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
Das kann doch nur jemand fragen, der die Amischen nur aus dem Kino kennt
Also ich kenne keinen Amischen aus dem Kino – Ich glaube auch nicht, dass die ins Kino gehen?
Zitat:
Heureka, die recht clever optimierte Polynome über Messreihen legen kann.
Leider nichts dazu gefunden.
Zitat:
Ich denke, wir diskutieren mittlerweile ziemlich offtopic
Ja – Wobei, die Amischen und KI zumindest „Vergangenheit und Zukunft“ in die gegenwärtige Diskussion bringen/brachten.

Da „Herakleitos“ sprachlos geworden ist….
Beenden wir es mal

EDIT:O.K doch noch ein Edit: Es war oder ist sprachlich von mir falsch gewesen zu sagen, dass die Zeit nicht gibt- zumindest im mathematischen Sinne wäre es sicher besser zu sagen, dass t=0 ist. Wenn ich schreibe Zeit gibt es nicht, dann meine ich damit, dass die Eigenzeit des „Gegenwärtigen“ stets 0 ist. Alles andere ist Vergangenheit und Zukunft. Ich stelle mir diesen Teil „t ungleich 0“ (t als variable) als das vor, was andere auch als VWI beschreiben würden.

EDIT o.k ein letztes EDIT
Mir ist gestern – und ja meine Modelle sind sehr spontan - eingefallen, wie man das was ich meine sich vorstellen kann. Man stelle ich Chrononen vor. Deren Geschwindigkeit und Energie wie folgt zu sehen ist.
Vergangenheit = Tardyonen
Zukunft = Tachyonen
Alles mit dem sie wechselwirken können, verschwindet in die Zukunft oder in die Vergangenheit.
Das was übrig bleibt ist die Gegenwart.
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Geändert von Eyk van Bommel (16.01.19 um 08:37 Uhr)
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