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Theorien jenseits der Standardphysik Sie haben Ihre eigene physikalische Theorie entwickelt? Oder Sie kritisieren bestehende Standardtheorien? Dann sind Sie hier richtig.

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  #11  
Alt 09.03.16, 09:17
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Bauhof Bauhof ist offline
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Standard AW: Eigenschaften „lichtartiger“ Dimensionen

Zitat:
Zitat von TheoC Beitrag anzeigen
Hi Bauhof,

was spricht gegen die Annahme?

lg
Theo
Hallo Theo,

dagegen spricht, dass die 'Geschwindigkeit' v=ic in eine vierte Richtung experimentell nicht nachweisbar ist. Diese Annahme führt zwar zur relativistischen Geschwindigkeitsaddition. Aber die Einsteinschen Annahmen zur SRT (Relativitätsprinzip und Konstanz der Lichtgeschwindigkeit) sind experimentell nachprüfbar, deshalb ist die Einsteinsche Herleitung vorzuziehen.

M.f.G. Eugen Bauhof
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Ach der Einstein, der schwänzte immer die Vorlesungen –
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Hermann Minkowski
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  #12  
Alt 09.03.16, 09:42
Eyk van Bommel Eyk van Bommel ist offline
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Zitat:
Zitat von Bauhof Beitrag anzeigen
Hallo Theo,

dagegen spricht, dass die 'Geschwindigkeit' v=ic in eine vierte Richtung experimentell nicht nachweisbar ist. Diese Annahme führt zwar zur relativistischen Geschwindigkeitsaddition. Aber die Einsteinschen Annahmen zur SRT (Relativitätsprinzip und Konstanz der Lichtgeschwindigkeit) sind experimentell nachprüfbar, deshalb ist die Einsteinsche Herleitung vorzuziehen.

M.f.G. Eugen Bauhof
Ups

Aber ich frage mich ja gerade, ob wir diese 4. Dimension direkt erfahren könnten?
Ich denke nicht, da wir diese genauso erleben würden, wie das Photon unsere Welt.
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  #13  
Alt 09.03.16, 10:50
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Zitat:
Zitat von Eyk van Bommel Beitrag anzeigen
Ups

Aber ich frage mich ja gerade, ob wir diese 4. Dimension direkt erfahren könnten?
Ich denke nicht, da wir diese genauso erleben würden, wie das Photon unsere Welt.
Hallo Eyk,

in der Physik zählt nicht nur Phantasie, sondern vor allem die Fähigkeit, Messverfahren zu ersinnen, mit denen man die getroffenen Annnahmen nachprüfen kann.

Welches Messverfahren schlägst du vor, um die imaginäre Bewegung in die vierte Richtung zu belegen oder zu widerlegen?

M.f.G. Eugen Bauhof
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Hermann Minkowski
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  #14  
Alt 09.03.16, 13:11
Eyk van Bommel Eyk van Bommel ist offline
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Erstens: Lohnt es sich nicht auch dann Gedanken zu machen, wenn man gleich ein experimentelles Nachweisverfahren hat?
Zunächst stellt sich mir die Frage, ob dies theoretisch wenigstens darstellbar ist. Was wäre wenn. Wenn das mit Stift und Papier nicht geht, dann muss man sich über Experimente keine Gedanken machen.

Zweitens: Bei einem ballonartigen Universum driften die Münzen untereinander auseinander – das könnte man messen. Der Drift wäre sogar Proportional zu „iv“ und dem Radius? In Ruhe als gleichzeitig wahrgenommene Ereignisse wären es nicht mehr, wenn sich der Beobachter im Raum bewegt.
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  #15  
Alt 09.03.16, 17:14
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Zitat:
Zitat von Eyk van Bommel Beitrag anzeigen
Erstens: Lohnt es sich nicht auch dann Gedanken zu machen, wenn man gleich ein experimentelles Nachweisverfahren hat?
Hallo Eyk,

natürlich lohnt es sich Gedanken zu machen ohne ein Nachweisverfahren zu haben. Aber man muss sich dessen bewusst sein, dass es nur Spekulation ist.

Zitat:
Zitat von Eyk van Bommel Beitrag anzeigen
Zweitens: Bei einem ballonartigen Universum driften die Münzen untereinander auseinander – das könnte man messen. Der Drift wäre sogar Proportional zu „iv“ und dem Radius? In Ruhe als gleichzeitig wahrgenommene Ereignisse wären es nicht mehr, wenn sich der Beobachter im Raum bewegt.
Auch ich favorisiere das "ballonartige Universum", will heißen:
Unser dreidimensionaler Raum ist der endliche Begrenzungsraum eines vierdimensionalen Gebildes. Dieses vierdimensionale Gebilde vergrößert sich mit der Zeit und lässt deshalb die im dreidimensionalen Raum befindlichen Galaxien auseinanderdriften.

Aber das ist nur ein Universum-Modell, es gibt noch viele andere Modelle. Die Beobachtungsdaten sprechen zur Zeit nicht für das Ballon-Modell, soviel ich weiß.

M.f.G. Eugen Bauhof
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Hermann Minkowski
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  #16  
Alt 10.03.16, 07:50
Eyk van Bommel Eyk van Bommel ist offline
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Zitat:
Zitat von Bauhof Beitrag anzeigen
Die Beobachtungsdaten sprechen zur Zeit nicht für das Ballon-Modell, soviel ich weiß.
1.) Du meinst, weil eher Donut oder Sattelform?

2.) Stimmst du der Aussage zu, dass die Beobachter auf "dieser Münze" weder diesen Raum noch die Bewegung darin direkt erfassen können. (z.B Wenn es nur diese eine Münze geben würde und der Drift somit nicht wahrgenommen werden kann)

3.) Und wenn ja - Im Moment frage ich mich vor allem, was würde passieren wenn wir noch eine weitere (5.) Raumdimension dazu nehmen?

4.) Wird der Drift dann einfach nur größer? Ändert sich die Topologie von Sphäre zu Donut? Oder bei einer 6. Raumdimension?

5.) Was ist wenn man annimmt für einen Beobachter gilt „icn-3“.
Schriftgröße nur wegen "Tieferstellung" von n-3


Hoffe es ist klar was ich damit meine. Eine direkte Beobachtung wäre nicht möglich. Aber was ist mit den "indirekt" beobachtbaren Folgen? Würde unsere unmittelbare Welt ganz anders aussehen? Oder könnte man sagen, solange die inter-/intramolekularen Kräfte die Münze zusammenhalten hätte dies lokal kein anderes Weltbild zur Folge?

6.) Und am Ende* (und jetzt besteht die Gefahr, dass der Thread sich wieder auflöst**) könnten sich dort nicht die Welten „verstecken“ die die VWI meint?

*Nur weil ich sowieso im "falschen" Unterforum gepostet habe (sonst hätte ich es gelassen)

**Aber eigentlich eben nicht bedeutet, dass ich 1-5 nicht getrennt betrachten kann. 6. ist nur ein Bild vor meinem „geistigen Auge“, das sich aus 2-5 gebildet hat. Wenn 2 falsch ist, dann löst sich Punkt 6 auch wieder in Luft auf.
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Geändert von Eyk van Bommel (10.03.16 um 08:41 Uhr)
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  #17  
Alt 10.03.16, 14:31
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Zitat:
Zitat von Eyk van Bommel Beitrag anzeigen
3.) Und wenn ja - Im Moment frage ich mich vor allem, was würde passieren wenn wir noch eine weitere (5.) Raumdimension dazu nehmen?
Hallo Eyk,

Stephen Hawking hat sich das bereits vor langer Zeit gefragt, was passiert, wenn noch eine 5. Raumdimension dazu genommen wird. Er schreibt auf Seite 175 seines Buches [1] folgendes:

Zitat:
Legt man die Keine-Grenzen-These zugrunde, so zeigt sich, dass man die Wahrscheinlichkeit der meisten möglichen Geschichten des Universums vernachlässigen kann, dass es aber eine bestimmte Familie von Geschichten gibt, die wahrscheinlicher sind als die anderen. Diese Geschichten kann man sich vorstellen wie die Oberfläche der Erde, wobei der Abstand vom Nordpol der imaginären Zeit entspricht und die Größe eines Kreises mit gleichbleibendem Abstand vom Nordpol die räumliche Ausdehnung des Universums angibt. Das Universum beginnt als ein einziger Punkt am Nordpol. Je weiter man sich südlich bewegt, desto größer werden die Breitenkreise mit gleichbleibendem Abstand zum Nordpol, die der Ausdehnung des Universums mit der imaginären Zeit entsprechen (Abb. 27).

Am Äquator würde das Universum seine maximale Größe erreichen und sich mit fortschreitender imaginärer Zeit am Südpol wieder zu einem einzigen Punkt zusammenziehen. Obwohl die Größe des Universums am Nord- und am Südpol Null wäre, wären diese Punkte keine Singularitäten, genauso wenig wie der Nord- und der Südpol der Erde singulär sind. Die Naturgesetze behalten an ihnen ihre Gültigkeit, wie es am Nordpol und Südpol der Erde der Fall ist.
Dargestellt ist in Abb. 27 rechts eine fünfdimensionale Kugel, über deren vierdimensionaler 'Oberfläche' sich unser dreidimensionales Universum in der imaginären Zeit 'bewegt'. Siehe dazu den PDF-Anhang.

M.f.G. Eugen Bauhof

[1] Hawking, Stephen W.
Eine kurze Geschichte der Zeit.
Die Suche nach der Urkraft des Universums.
Reinbek bei Hamburg 1988
ISBN=3-498-02884-7
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Keine-Grenzen.pdf (37,1 KB, 10x aufgerufen)
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Hermann Minkowski
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  #18  
Alt 10.03.16, 16:53
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Kann mich grob daran erinnern. Zumindest in dem Buch das ich von ihm habe/hatte wurde das auch so dargestellt.

Ergibt sich die sphärische Toplogie "automatisch"? Gibt es bei 5 Dimensionen immer dieses Bild? Führt diese 5. Dimension zu einer zusätzlichen Expansion oder wäre es die Erklärung für die bekannte Expansion.
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  #19  
Alt 10.03.16, 17:10
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Zitat:
Zitat von Eyk van Bommel Beitrag anzeigen
Führt diese 5. Dimension zu einer zusätzlichen Expansion oder wäre es die Erklärung für die bekannte Expansion.
Hallo Eyk,

so wie ich es verstanden habe, dann wäre die 5. Dimension die Erklärung für die bekannte Expansion. Die eindimensionalen Kreislinien sind das Modell für unser dreidimensionales Universum. Das Universum bewegt sich in der imaginären Zeit vom Nordpol zum Südpol. Zwangsläufig wird es dadurch räumlich zuerst größer und danach wieder kleiner.

Unser 3-D-Universum expandiert und kontrahiert mit der imaginären Zeit.

M.f.G. Eugen Bauhof
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Hermann Minkowski
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  #20  
Alt 10.03.16, 20:28
Hermes Hermes ist offline
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Zitat:
Zitat von Eyk van Bommel Beitrag anzeigen
Könnten wir theoretisch* erkennen, ob wir uns in einer zusätzlichen Raumdimension bewegen, wenn diese Bewegung "für alles" konstant ist?
Der Zeitverlauf hat diese Eigenschaft. Siehe auch die Interpretation des sog. Vierervektors in der Relativitätstheorie:

Zitat:
Anders ausgedrückt bewegt sich jeder Gegenstand stets mit Lichtgeschwindigkeit durch die vier Dimensionen der Raumzeit. Dieses Ergebnis erklärt die Zeitdilatation folgendermaßen: Befindet sich ein Gegenstand von einem Bezugssystem aus betrachtet in Ruhe, so bewegt er sich mit Lichtgeschwindigkeit in Richtung der Zeitdimension. Wird dieser Gegenstand hingegen im Raum beschleunigt, so muss seine Bewegung in Richtung der Zeit abbremsen (Zeitfluss verlangsamt sich), damit die Norm der Vierergeschwindigkeit konstant bleibt. Da sich aber der Zeitfluss verlangsamt, erscheint die Geschwindigkeit im Vierervektor erhöht.
Photonen und andere masselose Teilchen bewegen sich immer mit Lichtgeschwindigkeit durch den Raum und ruhen dafür in der Zeit (Vierergeschwindigkeit nicht definiert).

Geändert von Hermes (10.03.16 um 21:01 Uhr)
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