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Theorien jenseits der Standardphysik Sie haben Ihre eigene physikalische Theorie entwickelt? Oder Sie kritisieren bestehende Standardtheorien? Dann sind Sie hier richtig.

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  #231  
Alt 29.11.20, 08:20
MMT MMT ist offline
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: Vortragsfolien

Eine schnelle und einfache Einführung in das Fadenmodell geben die Vortragsfolien

https://www.motionmountain.net/Strands-Talk.pdf.

Sie beinhalten auch mehrere Animationen, die verschiedene Aspekte des Fadenmodells deutlich machen.
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  #232  
Alt 29.11.20, 14:15
MMT MMT ist offline
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: Vortragsfolien

Zitat:
Zitat von MMT Beitrag anzeigen
Eine schnelle und einfache Einführung in das Fadenmodell geben die Vortragsfolien

https://www.motionmountain.net/Strands-Talk.pdf.

Sie beinhalten auch mehrere Animationen, die verschiedene Aspekte des Fadenmodells deutlich machen.
Die allerknappste Zusammenfassung des Fadenmodells passt auf ein T-Shirt, wie es schon in den 80er Jahren von Lederman und von Barrow gefordert worden war: https://www.motionmountain.net/gfts.html
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  #233  
Alt 29.11.20, 23:20
sanftwasser sanftwasser ist offline
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Die Beschränkung auf 3+1 Dimensionen ist schwierig:

Will ich den mathematischen 'Raum' als zusätzliche physische Realität 'nr.5' nicht anerkennen, (die Essenz aller lokalen Hintergrund-Raumzeit wäre universell), kann nur eine Fortbildung der Poesie der Zeit diese Funktion erfüllen, was sonst?

Als Teil einer universalen Uhr müsste ich mich selbst in dieser relativieren, sterben, um mich von der Zeit in ihrem ganzen Ausmaß als unendliche Reihe von Uhren überzeugen zu wollen. Das scheint eher nicht zielführend.

Es könnte aber sein, dass serielle Universen sich wechselseitig messbar beeinflussen, bzw. die Wechselwirkung zeitlich voneinander abgeschnuerter Energien erst (den div. universalen, subjektiven Beobachtungen zugängliche) Raumzeiten erzeugt.

Wenn also Naturkonstanten nicht so stimmen, wie man sie gern hätte, liegt's vielleicht an einer physischen Realität des Zeitpfeiles als flexibles Monument, Gesamtkunstwerk

-->m/am...m/am.......m/am..m/am....-->

Geändert von sanftwasser (29.11.20 um 23:33 Uhr)
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  #234  
Alt 30.11.20, 08:42
Ich Ich ist offline
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

sanftwasser,

dies hier ist ein Physikforum. In der Physik versucht man, sich einander verständlich zu machen. Das Thema ist auch dann noch schwierig genug.
Bitte versuche, das zu befolgen.

-Ich-
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  #235  
Alt 30.11.20, 20:38
MMT MMT ist offline
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Zitat:
Zitat von sanftwasser Beitrag anzeigen
Will ich den mathematischen 'Raum' als zusätzliche physische Realität 'nr.5' nicht anerkennen, (die Essenz aller lokalen Hintergrund-Raumzeit wäre universell), kann nur eine Fortbildung der Poesie der Zeit diese Funktion erfüllen, was sonst?
In der Poesie und in der Kunst will man ja oft die Grenzen der Wirklichkeit überschreiten. In der Physik haben wir aber Spaß daran, diese Grenzen der Wirklichkeit zu erkennen, zu formulieren, und auszutesten.

Das Fadenmodell formuliert viele solcher Grenzen bewusst, streng und klar: er gibt eine kleinste Länge, es gibt eine größte Kraft, es gibt ein einziges Universum, es gibt eine kürzeste Zeit, eine kleinste Wirkung, es gibt keine weiteren Elementarteilchen, es gibt keine weiteren Kräfte, es gibt nur drei Dimensionen, es gibt nichts hinter einem Teilchenhorizont, es gibt nichts Neues bei ganz hohen Energien, es gibt keine Singularitäten, u.s.w.

In diesem Aspekt werden sich Wissenschaftler und Poeten nie einig werden. Auch wenn es beiden irgendwie um dasselbe geht: um kühn zu denken.

Geändert von MMT (02.12.20 um 07:03 Uhr)
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  #236  
Alt 03.12.20, 13:07
MMT MMT ist offline
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Eine klare Vorhersage des Fadenmodells:
Es gibt ein höchste lokale Energiegeschwindigkeit c.
Es gibt natürlich gewisse kleine, klar umrissene Ausnahmen im Bereich der Quantentheorie, die ich hier aber nicht weiter diskutiere.

Die Existenz dieser Grenzgeschwindigkeit c wird in allen Messungen bestätigt. Alle Versuche, sie zu überschreiten, sind fehlgeschlagen. Sogar alle Gedankenexperimente, sie zu überschreiten, schlagen fehl. Und aus diesem Satz, oder besser, aus dieser experimentellen Tatsache, kann man die gesamte spezielle Relativitätstheorie ableiten, so wie man sie im Gymnaisum lernt.

(Seitdem ich hier poste, erhalte ich Emails, die das Gegenteil behaupten. Das ist eigentlich nicht weiter schlimm; jeder darf denken was er will. Mit der Realität stimmt aber nur der obige Satz überein. Inzwischen habe ich noch mehr EMails erhalten. Der Inhalt ist deutlich unfreundlich. Daraus erkennt man, wie schwierig es manchen fällt, so eine Grenze der Natur zu akzeptieren.)

Geändert von MMT (05.12.20 um 11:11 Uhr)
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  #237  
Alt 05.12.20, 10:32
MMT MMT ist offline
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Beiträge: 177
Standard Die Natur aus Fäden: Gesammelte Vorhersagen zur Gravitation

Das Manuskript, das beschreibt, wie die Gravitation aus Fäden entsteht, ist deutlich verbessert worden und jetzt hier zu finden: https://www.motionmountain.net/Strands-Gravitation.pdf. Das Manuskript sollte jetzt noch klarer zu verstehen sein. Es erklärt jeden Schritt in einer Sprache, die Studenten folgen können sollten. Es zeigt bei jeder Vorhersage, wie sie aus den Fäden folgt. Die Vorhersagen des Fadenmodells sind noch klarer nach Themen zusammengefasst und nummeriert.

Es wird klar argumentiert, dass die Masse und die Ladung von schwarzen Löchern über dem Horizont verteilt sind. Es wird auch vorhergesagt, dass es keine neuen messbaren Effekte in der Quantengravitation geben wird. Insgesamt wird vorhergesagt, dass keine Abweichungen von der allgemeinen Relativitätstheorie (und vom Standardmodell der Teilchenphysik) auf sub-galaktischen Längenskalen messbar sind. Thermodynamik der schwarzen Löcher, Bekenstein-Entropie, Gravitationswellen, Planck-Obergrenzen, Doppelbrechung des Vakuums, Variationen der Lichtgeschwindigkeit, andere Dimensionen, Vakuumenergie, Vakuumtemperatur, Singularitäten, Fireballs, Fuzzballs, konforme Gravitation, Palatini-Gravitation, Twistoren, rotierende schwarze Löcher, Wurmlöcher, kosmische Strings und kosmische Domänenwände werden diskutiert und mit Vorhersagen versehen. Bis jetzt stimmen alle Vorhersagen mit den Experimenten überein. Diese Vorhersagen sind aber (leider) alle nicht wirklich begeisternd.

Insgesamt ist das Fadenmodell also langweilig: es sagt voraus, dass es in Experimenten nichts (wesentlich) Neues zu entdecken gibt. Natürlich weiß jeder, dass diese Vorhersage in der Vergangenheit schon öfters gemacht worden ist, und dass sie jedesmal falsch war. Vielleicht ist sie auch diesmal falsch. Das kann nur die Zeit zeigen. Aber auch wenn das Modell langweilig ist, gibt es doch einige neue Ergebnisse.

1. Das Fadenmodell beschreibt auch die Teilchenphysik, so dass es ein Kandidat für eine vollständige Beschreibung der Natur ist. Diese Aussage bleibt weiterhin erstaunlich und fast unglaublich, und muss daher immer wieder, immer weiter und immer detaillierter von allen Seiten geprüft werden. Eine vollständige Beschreibung der Natur ist ja bisher unerreicht. Kritiken oder Kommentare jeder Art sind daher immer willkommen - hier oder per Mail. Das Fadenmodell lehnt sich stark aus dem Fenster; es bleibt abzuwarten, wie das ausgeht.

Neue, zusätzliche Tests des Fadenmodells wären besonders willkommen. Im Paper sind zwar alle Tests und Prüfungen genannt, die ich in der Literatur gefunden habe; aber einige sind mir sicher durch die Lappen gegangen. Je mehr Vorhersagen gemacht werden, desto besser. Es reicht, dass eine einzige Vorhersage nicht stimmt, und schon ist das gesamte Fadenmodell widerlegt. Derzeit sind im Manuskript über 80 Vorhersagen zur Gravitation gesammelt. Jeder Vorschlag für zusätzliche Vorhersagen, zusätzliche Tests, oder zusätzliche Fragestellungen ist willkommen.

2. Das Fadenmodell für die Gravitation erlaubt es, die Gravitationsmassen von Elementarteilchen zu bestimmen; derzeit sind aber nur Ober- und Untergrenzen berechenbar. Selbst das hat bisher noch kein anderes Modell geschafft. Hier ist natürlich die Herausforderung, die Grenzen enger zu ziehen. Das sollte aber in Zukunft möglich sein.

Geändert von MMT (05.12.20 um 10:58 Uhr)
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  #238  
Alt 08.12.20, 19:04
MMT MMT ist offline
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Standard Die Natur aus Fäden: Was eine vereinheitlichte Theorie nicht bietet

Manche denken, dass die Vereinheitlichung von Teilchenphysik und Gravitation etwas Besonderes sei. Dieser Mythos wird zB vom Theaterstück Die Physiker propagiert.

Das Fadenmodell zeigt, dass das nicht der Fall ist. Eine Vereinheitlichung ist einfach ein kleiner zusätzlicher Schritt. Mit dem Fadenmodell ändert sich in der Welt der Physik fast gar nichts. Die Quantenfeldtheorie bleibt, das Standardmodell bleibt, und die allgemeine Relativitätstheorie bleibt. Nur die Fundamentalkonstanten (Massen, Kopplungskonstanten und Mischungswinkel) werden erklärt.

Wenn das Fadenmodell stimmt, bekommt man von der Natur also eine Lektion in Bescheidenheit. Man lernt ein bisschen mehr über die Natur, aber es wird nichts umgestoßen. Keine Revolution, keine welterschütternde Änderungen, kein neuen Effekte, keine neuen Überraschungen, keine weltbewegende Neuigkeiten. Keine Neuigkeiten, die zu reißerischen Abendnachrichten führen, sondern nur eine kleine Notiz.
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  #239  
Alt 10.12.20, 06:52
MMT MMT ist offline
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Zitat:
Zitat von TomS Beitrag anzeigen
Machen wir es mal konkret:

Die anschauliche Erklärung mittels Belt-Trick u.ä., dass geometrische Objekte existieren, die erst bei Rotation um 720° in sich selbst übergehen,
i) beweist nicht, dass es sich bei diesen Objekten um Spinoren handeln muss,
ii) sie sagt nichts darüber aus, welche Spinoren (Dirac, Weyl, Majorana) vorliegen,
iii) sie erklärt m.W.n. nicht, wie man von der anschaulichen Erklärung in drei Dimensionen zu den Spinoren in der vierdimensionalen Raumzeiten gelangt,
iv) sie erklärt nicht, wie aus rein geometrischen bzw. algebraischen und damit diskreten Objekten die bekannten Spinorfelder folgen,
v) sie sagt nichts dazu, dass und warum zusätzlich eine Dirac-Gleichung gilt.

Zu (i) ist anzumerken, dass Spinoren nicht dadurch definiert sind, dass sie bei Rotationen um 720° invariant sind - das sind auch andere Objekte, siehe z.B. Belt-Trick - sondern siehe hier: https://en.m.wikipedia.org/wiki/Spin_representation

Zu (v) ist zu sagen, dass sich Spinorfelder zwar entsprechend (i) transformieren, dass es jedoch zusätzlicher Bedingung bedarf, dass sie die Diracgleichung erfüllen, dass nur lineare Terme auftreten, dass für Eichfelder eine Kopplung erster Ordnung auftritt etc.

In welchen Paper werden die Punkte (i - v) konkret hergeleitet? Bitte nicht wieder ein Paper nennen, das nur auf andere verweist.
Zu i) Die Anaogie zwischen Diractrick und Spinoren kann man weiter ausarbeiten und ziegen. Der Dirac Trick generiert eine SU(2) Gruppe, wenn man alle Rotationen entlang the drei Koordinatenachsen mitnimmt. Kurz gesagt, der Dirac Trick beweist das eher schon.

Zu ii) Im Fadenmodell hat ein Teilchen mit lokalisiertem Gewirr eine positive Masse, daher ist es ein Dirac Spinor.

Zu iii) Den Einwand verstehe ich nicht so gut, dass ich gezielt antworten könnte.

Zu iv) Im Fadenmodell entstehen Felder durch Mittelungen über einige Planckzeiten. Erst damit kann man Felder definieren.

Zu v) Das haben Battey-Pratt und Racey geklärt. Kurz gesagt, beschreibt die Diracgleichung den infinitesimale Diractrick für ein freies massives Fermion.
Wenn man elektromagnetische Felder dazunimmt, kommt auch die minimale Kopplung dazu.

Diese Themen sind derzeit am Besten in https://www.motionmountain.net/Strands-Particles.pdf erklärt.
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  #240  
Alt 10.12.20, 19:20
MMT MMT ist offline
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Zitat:
Zitat von Timm Beitrag anzeigen
Du nimmst nicht zur Kenntnis, daß die Vorhersage des Fadenmodells, die Masse sei am oder knapp unter dem Horizont falsch ist.
Wie schon andere klar gemacht haben, ist diese Aussage (mit "knapp über") doch richtig. Es gibt z.B. das Argument des großen Trägheitsmoments von schwarzen Löchern, das zeigt, das die Masse in etwa über dem Horizont verteilt ist - siehe die Arbeiten von Yuan Ha auf dem arxiv.

Es gibt auch den Fall der elektrisch geladenen schwarzen Löchern. Ladung ist immer an Masse gekoppelt. Nun haben elektrisch geladene schwarze Löcher, die sich drehen, ein magnetisches Dipolmoment. Auch dessen Wert ist damit kompatibel, dass die Ladung (und somit die Masse) über den Horizont verteilt ist.

Geändert von MMT (11.12.20 um 06:36 Uhr)
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