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  #21  
Alt 29.09.07, 11:44
Einschwein Einschwein ist offline
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Standard AW: Messfehler und Längenkontraktion

Zitat:
Zitat von rene Beitrag anzeigen

Die Frage, wie die relativistische Trägheitszunahme bewegter Teilchen mittels klassischer Methoden erklärt werden könnte, bleibt nach wie vor unbeantwortet.

Grüsse, rene
Kommen wir nochmal auf Marco Polos Beispiel mit dem Auto zurück.
Wir haben doch festgestellt, daß die Geschwindigkeit des Autos vom ruhenden Beobachter und vom Fahrer unterschiedlich "gemessen" wird, wenn ungenaue Uhren verwendet werden.
Da haben wir schon mal einen ersten Grund auf die Verwendung ungenauer Uhren in der Physik zu verzichten.

Wenn der Fahrer nun aber trotzdem ungenaue Uhren verwendet, dann berechnet er eine Längenkontraktion des Autos mit dem Faktor sqrt(1 - v²/c²). Das ist ganz banal.
Mit exakten Uhren gibt es allerdings keine Längenkontraktion.

Das ist aber ein weiterer Grund, in der Physik keine fehlerhaften Uhren einzusetzen.

Wenn man jedoch dogmatisch veranlagt ist, dann beharrt man auf der Verwendung fehlerhafter Uhren und wendet die falsch ermittelte Geschwindigkeit auch auf die Formel E = 0,5 mv² an. Und siehe da, man berechnet eine Massezunahme um den Faktor 1 / sqrt(1 - v²/c²).
Das ist auch ganz banal.
Mit exakten Uhren gibt es allerdings keine Massenzunahme.

Da haben wir noch einen Grund keine ungenauen Uhren zu verwenden.

Wir sehen also hoffentlich, die Verwendung ungenauer Uhren ist nicht genial, sondern einfach nur blöd.

Wenn man nun auch noch Uhren verwendet, die außerdem noch vom Gravitationspotential abhängig sind, dann ist das nicht mehr nur blöd , sondern schon saublöd.
Mit exakten Uhren gibt es leider auch keine Raumkrümmung.

Außerdem gibt es mit exakten Uhren auch keine Vakuumlichtgeschwindigkeit als Naturkonstante.

Damit ist schon alles zur Relativitätstheorie gesagt, was es zu sagen gibt.
Die Relativitätstheorie ist nichts anderes, als die theoretische Konsequenz ungenauer Uhren. Verwendet man genaue Uhren, dann ist die Relativitätstheorie gegenstandslos und somit völlig überflüssig.

Geändert von Einschwein (29.09.07 um 13:38 Uhr)
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  #22  
Alt 29.09.07, 13:38
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rene rene ist offline
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Standard AW: Messfehler und Längenkontraktion

Es ist natürlich immer schlecht, ungenaue Uhren und sonstige fehlerhafte Messinstrumente zu verwenden. Wenn wir der Borduhr des Fahrers oder seinem Tachometer nicht trauen sollten, steht es uns als Versuchsleiter frei, selber eine Uhr zu benutzen und die Geschwindigkeit des Autos über eine vorher ausgemessene Teststrecke zu messen um über die Zeit die Geschwindigkeit v=s/t im Strassensystem zu vermessen.

Seien wir mal grosszügig und unterstellen dem Versuchsteam, die gewünschte Geschwindigkeit v sei mit dem Fahrzeug genau erreicht worden. Lassen wir nun das Fahrzeug den Lichtstahl einer Lichtschranke unterbrechen, d.h. stoppen wir die Zeit für den Anfang des Autos und das Ende des Autos, so können wir über die Zeitdifferenz und der bekannten Geschwindigkeit v das leicht längenkontrahierte Auto vermessen. Wie Uli und Marco Polo bereits erwähnt haben, führt dies auf die Relativität der Gleichzeitigkeit zurück.

Ich gebe zu, dass eine hypergenaue Messung der Längenkontraktion kein Zuckerschleck ist und mit vergleichsweise mageren v=100km/h der Effekt dementsprechend gering ausfällt.

Grüsse, rene
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  #23  
Alt 29.09.07, 14:41
Einschwein Einschwein ist offline
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Standard AW: Messfehler und Längenkontraktion

Zitat:
Zitat von rene Beitrag anzeigen

... die gewünschte Geschwindigkeit v sei mit dem Fahrzeug genau erreicht worden .... stoppen wir die Zeit für den Anfang des Autos und das Ende des Autos, so können wir über die Zeitdifferenz und der bekannten Geschwindigkeit v das leicht längenkontrahierte Auto vermessen.

Grüsse, rene
So ist das nicht richtig!

Wenn man die Geschwindigkeit v = s1/t1 des Autos und die Längenmessung s2 = v*t2 des Autos mit einer (oder mit synchronisierten Uhren) durchführt, gibt es keine Längenkontraktion.
Die Geschwindigkeit in der Formel v = s1/t1 muß natürlich in denselben Zeit- und Längeneinheiten angeben werden, wie die Geschwindigkeitsangabe in der Formel s2 = v*t2.
Verwendet man in beiden Formeln verschiedene Zeiteinheiten, dann ergibt sich zwangsläufig auch ein Wechsel der Längeneinheit, weil ja der Betrag der Geschwindigkeit in beiden Formeln gleich ist. Dieser Wechsel der Längeneinheit bedingt natürlich einen anderen Zahlenwert und kann dann naiv als Längenkontraktion aufgefasst werden. Und schließlich kann man sich dann noch einbilden, man habe hier ein Naturgesetz entdeckt.

Es ist wirklich nicht zu fassen, wie naiv manche Loide sinn!

Geändert von Einschwein (29.09.07 um 14:49 Uhr)
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  #24  
Alt 29.09.07, 14:54
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rene rene ist offline
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Standard AW: Messfehler und Längenkontraktion

Also wir müssen die Geschwindigkeitsmessung von der Messung der Kontraktion auseinanderhalten.

1.) Die Geschwindigkeit wird zuerst mal genau auf 100km/h eingestellt.

2.) Dann erst lassen wir das Auto durch die Lichtschranke fahren und berechnen mit der bekannten Geschwindigkeit v=100km/h die kontrahierte Länge des Autos mit s'=v*t' = s/gamma

Da werden keine Einheiten naiv durcheinandergewürfelt!

Grüsse, rene
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  #25  
Alt 29.09.07, 15:10
Einschwein Einschwein ist offline
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Standard AW: Messfehler und Längenkontraktion

Zitat:
Zitat von rene Beitrag anzeigen
Also wir müssen die Geschwindigkeitsmessung von der Messung der Kontraktion auseinanderhalten.

1.) Die Geschwindigkeit wird zuerst mal genau auf 100km/h eingestellt.

2.) Dann erst lassen wir das Auto durch die Lichtschranke fahren und berechnen mit der bekannten Geschwindigkeit v=100km/h die kontrahierte Länge des Autos mit s'=v*t' = s/gamma

Da werden keine Einheiten naiv durcheinandergewürfelt!

Grüsse, rene
Das finde ich ganz toll. Aber dann stellen wir auch keine Längenkontraktion und keine Massenzunahme fest.

Möchte man unbedingt Längenkontraktion und Massenzunahme, dann muß man schon Uhren mit verschiedener Ganggeschwindigkeit und verschiedenen Zeiteinheiten verwenden. Irgendwoher müssen ja Längenänderungen und Massenzunahmen herkommen.

Es grunzt
Einschwein

Geändert von Einschwein (29.09.07 um 15:17 Uhr)
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  #26  
Alt 29.09.07, 15:27
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rene rene ist offline
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Standard AW: Messfehler und Längenkontraktion

Zitat:
Zitat von rene Beitrag anzeigen
Also wir müssen die Geschwindigkeitsmessung von der Messung der Kontraktion auseinanderhalten.

1.) Die Geschwindigkeit wird zuerst mal genau auf 100km/h eingestellt.

2.) Dann erst lassen wir das Auto durch die Lichtschranke fahren und berechnen mit der bekannten Geschwindigkeit v=100km/h die kontrahierte Länge des Autos mit s'=v*t' = s/gamma

Da werden keine Einheiten naiv durcheinandergewürfelt!

Grüsse, rene
Zitat:
Zitat von Einschwein Beitrag anzeigen
Das finde ich ganz toll. Aber dann stellen wir auch keine Längenkontraktion und keine Massenzunahme fest.

Möchte man unbedingt Längenkontraktion und Massenzunahme, dann muß man schon Uhren mit verschiedener Ganggeschwindigkeit und verschiedenen Zeiteinheiten verwenden. Irgendwoher müssen ja Längenänderungen und Massenzunahmen herkommen.

Es grunzt
Einschwein
Warum nicht? Mit s'=v*t' = s/gamma messen wir die kontrahierte Länge des Autos, dessen (stets maximale) Eigenlänge s durch Division mit gamma kontrahiert ist im dazu bewegten System.
Wie bereits gesagt resultiert dies aus der Relativität der Gleichzeitigkeit, ohne hierfür irgendwelche verschieden laufende Uhren zu verwenden. Eine (genaue) Uhr genügt völlig hierzu.

Grüsse, rene

P.S. Vielleicht grunzen wir mal im Duett
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Geändert von rene (29.09.07 um 15:32 Uhr)
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