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  #41  
Alt 12.05.22, 06:42
Benutzerbild von TomS
TomS TomS ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 04.10.2014
Beitr?ge: 2.970
Standard AW: Zukunft der Atomenergie

Zitat:
Zitat von sirius Beitrag anzeigen
Wäre das nicht ein vernünftiges Einsatzgebiet für KI?
M.E. schwierig.

Eine KI benötigt im Zuge des Lernens große Datenmengen, die in diesem Fall nicht aus der Realität stammen sondern mittels Simulationen oder Strategien erzeugt werden müssen. Dies kann sowohl fehlerbehaftet als auch lückenhaft sein.

Das eigentliche Problem waren hat immer unvorhersehbare Situation. Diese doch „vorherzusehen“, um sie dann zu trainieren, müsste wiederum eine KI übernehmen.

Die Lösung eines Problems mittels KI hat immer den Nachteil, dass der Mensch die Lösung nicht versteht, nicht kontrollieren, korrigieren oder unterstützen kann. Das beginnt bereits damit, dass die Abnahme der KI-unterstützen Anlage eine Prüfung und Bewertung anhand von Testszenarien bedarf.

Die KI kann also die Anlage nur vollautomatisch fahren, ein Mischbetrieb funktioniert nicht bzw. ist nicht sinnvoll. Gerade ein Mischbetrieb oder die Möglichkeit des vollständig manuelles Fahrens ist aber zwingend erforderlich, wenn z.B. Hardware- oder Software-Ausfälle vorliegen. Das Problem - im Gegensatz zu vielen Industrieanlagen - ist ja, dass der sichere Zustand schwierig zu erreichen ist; ein schneller Not-Aus-Knopf existiert nicht.

Heute kann jedes Versorgungsunternehmen die Wasserversorgung von Hand und vor Ort fahren, falls die Systeme ausfallen. Das ist technisch möglich (evtl. sogar vorgeschrieben, weiß ich nicht). Wie verhält es sich bei einem Kernkraftwerk?
__________________
Niels Bohr brainwashed a whole generation of theorists into thinking that the job (interpreting quantum theory) was done 50 years ago.
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  #42  
Alt 12.05.22, 18:27
Bernhard Bernhard ist offline
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Registriert seit: 14.06.2017
Beitr?ge: 2.132
Standard AW: Zukunft der Atomenergie

Zitat:
Zitat von TomS Beitrag anzeigen
Heute kann jedes Versorgungsunternehmen die Wasserversorgung von Hand und vor Ort fahren, falls die Systeme ausfallen. Das ist technisch möglich (evtl. sogar vorgeschrieben, weiß ich nicht). Wie verhält es sich bei einem Kernkraftwerk?
Ein paar Informationen dazu findet man hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkr...#Betriebsweise und hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkr...#Lastanpassung
AKWs sollten demnach vorwiegend bei Volllast laufen. KI wird da nicht benötigt.

Bei den Erneuerbaren findet man auf YT zB das hier: How AI Could Solve Our Renewable Energy Problem (Undecided with Matt Ferrell, 10.05.2022)
__________________
Freundliche Grüße, B.
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  #43  
Alt 12.05.22, 19:11
Benutzerbild von TomS
TomS TomS ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 04.10.2014
Beitr?ge: 2.970
Standard AW: Zukunft der Atomenergie

Zitat:
Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
Ein paar Informationen dazu findet man hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkr...#Betriebsweise und hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkr...#Lastanpassung
AKWs sollten demnach vorwiegend bei Volllast laufen. KI wird da nicht benötigt.
Es geht doch nicht um der regulären Betrieb sondern um Störfälle.
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  #44  
Alt 13.05.22, 07:02
Bernhard Bernhard ist offline
Moderator
 
Registriert seit: 14.06.2017
Beitr?ge: 2.132
Standard AW: Zukunft der Atomenergie

Siehe hier: Artificial Intelligence Applications in Nuclear Energy (frontiersin.org)
__________________
Freundliche Grüße, B.
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  #45  
Alt 10.07.22, 12:22
Pressure Pressure ist offline
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Registriert seit: 02.02.2022
Beitr?ge: 28
Standard AW: Zukunft der Atomenergie

Zitat:
Zitat von Geku Beitrag anzeigen
Ich bin von dem Link https://de.m.wikipedia.org/wiki/MYRRHA auf das YT Video https://m.youtube.com/watch?v=aAXtlITBkD4 über das Projekt MYRRHA gestoßen.

Im "Atommühl" steckt noch wesentlich mehr Energie als bei der Nutzung im Atomkraftwerk frei gesetzt wird. Diese wird bei der Transmutation frei gesetzt, aber laut Video nicht genutzt. Die nützlose Kühlung ist wieder ein Anschlag auf die Umwelt. Und das für 500 Jahre mit einer Füllung! Der Grund ist wahrscheinlich, dass sich die Abgabe dieser Energie auf diese 500 Jahre erstreckt.
ich habe schon einen Thead aufgemacht. Den Müll kann man wunderbar in einem Lavasee entsorgen weil das schwere Uran zum Erdmittelpunkt sinkt und sich dort verdünnt.
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  #46  
Alt 13.07.22, 09:30
Heli Heli ist offline
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Registriert seit: 18.11.2021
Beitr?ge: 105
Standard AW: Zukunft der Atomenergie

Ein Beitrag von Fred Grimm (aus Schrot und Korn) der mich nachdenklich macht:

"Vor ein paar Wochen machte das Bild eines erlegten Wildschweins im Internet die Runde. Es war im Bayerischen Wald von einem Jäger erschossen worden, was allein schon traurig genug wäre, aber besonders schockierte mich die doppelte Sinnlosigkeit seines Todes. Denn das Fleisch des Tieres wies eine radioaktive Strahlung auf, die den Grenzwert um das Doppelte überstieg, und war daher nicht für den Verzehr geeignet. Es hatte sich seine Nahrung aus dem Boden geholt, dessen Verseuchung als Spätfolge des Atomunglücks von Tschernobyl offenbar auch 36 Jahre danach immer noch nicht abgeklungen ist. Das Tier musste als Sondermüll entsorgt werden.
Ich habe nicht den Eindruck, dass diese Art der Nachhaltigkeit gemeint ist, wenn jetzt wieder mal die Vorzüge der Atomkraft besungen werden. Wirklich nachhaltig waren daran nur ihre unfassbar hohen Kosten, die Risiken und die ungelöste Entsorgung. Die Euphorie und der Geschäftssinn der Atompropagandisten haben allein die deutsche Gesellschaft bislang eine Billion Euro gekostet, da sind ganz schön viele Nullen im Spiel. Ihr strahlendes Erbe umfasst 15.000 Tonnen hochradioaktiven Atommülls, der noch immer auf eine sichere Endlagerstätte wartet. Und vor über zehn Jahren haben Finanzmathematiker mal errechnet, wie hoch eigentlich die Haftpflichtversicherung für ein Atomkraftwerk sein müsste. Sie kamen auf 72 Milliarden Euro. Pro Jahr. Selbst im günstigsten Fall wäre der Strom aus so einer Anlage sechsmal teurer als der aus Solar- oder Windenergie. Realistischer ist das Vierzigfache.

Ich habe nicht den Eindruck, dass diese Art der Nachhaltigkeit gemeint ist, wenn jetzt wieder mal die Vorzüge der Atomkraft besungen werden. Wirklich nachhaltig waren daran nur ihre unfassbar hohen Kosten, die Risiken und die ungelöste Entsorgung. Die Euphorie und der Geschäftssinn der Atompropagandisten haben allein die deutsche Gesellschaft bislang eine Billion Euro gekostet, da sind ganz schön viele Nullen im Spiel. Ihr strahlendes Erbe umfasst 15.000 Tonnen hochradioaktiven Atommülls, der noch immer auf eine sichere Endlagerstätte wartet. Und vor über zehn Jahren haben Finanzmathematiker mal errechnet, wie hoch eigentlich die Haftpflichtversicherung für ein Atomkraftwerk sein müsste. Sie kamen auf 72 Milliarden Euro. Pro Jahr. Selbst im günstigsten Fall wäre der Strom aus so einer Anlage sechsmal teurer als der aus Solar- oder Windenergie. Realistischer ist das Vierzigfache.

Die Nuklear-Euphoriker schreckt das nicht, sie schwärmen von angeblich neuen, tatsächlich aber sechzig Jahre alten Ideen, etwa für „Laufwellenreaktoren“, bei denen die Physiker bis heute nicht über die Grundlagenforschung hinausgekommen sind. Dass Bill Gates davon so begeistert ist und viel Geld investiert, macht mich eher misstrauisch. Jedenfalls weckt die Erinnerung an seine absturzanfälligen Windows-Versionen in mir kein allzu großes Vertrauen in die Beherrschung der ungleich komplexeren Nukleartechnologie.
Vielleicht ist das mit der Atomkraft ja auch eher so ein typisches Männerding, dieser technophile Entfesselungspathos, wenn es um Fusionsenergie, mehrere Tausend Grad Hitze und den Kitzel der Apokalypse geht – in völliger Nichtbeachtung möglicher Folgen. Schließlich ist es ja Mutter Staat, die letztlich für Schäden und Risiken aufkommt, so wie Mutti nach dem Spielen mit dem Experimentierkasten früher das Zimmer aufgeräumt hat. Vielleicht ist es für die Schwärmer auch nur zu profan, sich mit den drängenden Herausforderungen wie bessere Netze und Speichersysteme für Solar- und Windenergie zu befassen oder gar – noch öder – mit Ideen für das Sparen von Heiz*energie und Strom. Schade nur, dass wir nicht mehr viel Zeit haben, die Klimakrisenwende zu schaffen, da bräuchten wir eigentlich jeden klugen Kopf."

Trotz alledem einen schönen Tag! Heli
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  #47  
Alt 14.07.22, 11:38
Ich Ich ist offline
Moderator
 
Registriert seit: 18.12.2011
Beitr?ge: 2.138
Standard AW: Zukunft der Atomenergie

Oder, wie es jemand mit dem doppelten IQ dieses Schreiberlings und im Gegensatzt zu ihm mit naturwissenschaftlicher Ausbildung, dafür ohne ideologisch-institutionelle Bindung formuliert:
„Aber bis dahin müssen wir die Kernkraft beibehalten. Ich kann das nicht genug betonen. Es ist absoluter Wahnsinn, sie abzuschalten. Ich will es ganz klar sagen: absoluter Wahnsinn.“
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  #48  
Alt 14.07.22, 21:37
sirius sirius ist offline
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Beitr?ge: 583
Standard AW: Zukunft der Atomenergie

Zitat:
Zitat von Heli Beitrag anzeigen
Ein Beitrag von Fred Grimm (aus Schrot und Korn) der mich nachdenklich macht:

"Vor ein paar Wochen machte das Bild eines erlegten Wildschweins im Internet die Runde. Es war im Bayerischen Wald von einem Jäger erschossen worden, was allein schon traurig genug wäre, aber besonders schockierte mich die doppelte Sinnlosigkeit seines Todes. Denn das Fleisch des Tieres wies eine radioaktive Strahlung auf, die den Grenzwert um das Doppelte überstieg, und war daher nicht für den Verzehr geeignet. Es hatte sich seine Nahrung aus dem Boden geholt, dessen Verseuchung als Spätfolge des Atomunglücks von Tschernobyl offenbar auch 36 Jahre danach immer noch nicht abgeklungen ist. Das Tier musste als Sondermüll entsorgt werden.
Ich habe nicht den Eindruck, dass diese Art der Nachhaltigkeit gemeint ist, wenn jetzt wieder mal die Vorzüge der Atomkraft besungen werden. Wirklich nachhaltig waren daran nur ihre unfassbar hohen Kosten, die Risiken und die ungelöste Entsorgung. Die Euphorie und der Geschäftssinn der Atompropagandisten haben allein die deutsche Gesellschaft bislang eine Billion Euro gekostet, da sind ganz schön viele Nullen im Spiel. Ihr strahlendes Erbe umfasst 15.000 Tonnen hochradioaktiven Atommülls, der noch immer auf eine sichere Endlagerstätte wartet. Und vor über zehn Jahren haben Finanzmathematiker mal errechnet, wie hoch eigentlich die Haftpflichtversicherung für ein Atomkraftwerk sein müsste. Sie kamen auf 72 Milliarden Euro. Pro Jahr. Selbst im günstigsten Fall wäre der Strom aus so einer Anlage sechsmal teurer als der aus Solar- oder Windenergie. Realistischer ist das Vierzigfache.

Ich habe nicht den Eindruck, dass diese Art der Nachhaltigkeit gemeint ist, wenn jetzt wieder mal die Vorzüge der Atomkraft besungen werden. Wirklich nachhaltig waren daran nur ihre unfassbar hohen Kosten, die Risiken und die ungelöste Entsorgung. Die Euphorie und der Geschäftssinn der Atompropagandisten haben allein die deutsche Gesellschaft bislang eine Billion Euro gekostet, da sind ganz schön viele Nullen im Spiel. Ihr strahlendes Erbe umfasst 15.000 Tonnen hochradioaktiven Atommülls, der noch immer auf eine sichere Endlagerstätte wartet. Und vor über zehn Jahren haben Finanzmathematiker mal errechnet, wie hoch eigentlich die Haftpflichtversicherung für ein Atomkraftwerk sein müsste. Sie kamen auf 72 Milliarden Euro. Pro Jahr. Selbst im günstigsten Fall wäre der Strom aus so einer Anlage sechsmal teurer als der aus Solar- oder Windenergie. Realistischer ist das Vierzigfache.

Die Nuklear-Euphoriker schreckt das nicht, sie schwärmen von angeblich neuen, tatsächlich aber sechzig Jahre alten Ideen, etwa für „Laufwellenreaktoren“, bei denen die Physiker bis heute nicht über die Grundlagenforschung hinausgekommen sind. Dass Bill Gates davon so begeistert ist und viel Geld investiert, macht mich eher misstrauisch. Jedenfalls weckt die Erinnerung an seine absturzanfälligen Windows-Versionen in mir kein allzu großes Vertrauen in die Beherrschung der ungleich komplexeren Nukleartechnologie.
Vielleicht ist das mit der Atomkraft ja auch eher so ein typisches Männerding, dieser technophile Entfesselungspathos, wenn es um Fusionsenergie, mehrere Tausend Grad Hitze und den Kitzel der Apokalypse geht – in völliger Nichtbeachtung möglicher Folgen. Schließlich ist es ja Mutter Staat, die letztlich für Schäden und Risiken aufkommt, so wie Mutti nach dem Spielen mit dem Experimentierkasten früher das Zimmer aufgeräumt hat. Vielleicht ist es für die Schwärmer auch nur zu profan, sich mit den drängenden Herausforderungen wie bessere Netze und Speichersysteme für Solar- und Windenergie zu befassen oder gar – noch öder – mit Ideen für das Sparen von Heiz*energie und Strom. Schade nur, dass wir nicht mehr viel Zeit haben, die Klimakrisenwende zu schaffen, da bräuchten wir eigentlich jeden klugen Kopf."

Trotz alledem einen schönen Tag! Heli

Servus Heli,

Ich hat es eigentlich recht klar und deutlich zum Ausdruck gebracht, was von dem Artikel von Fred Grimm zu halten ist.

Schon die Überraschung des Autors, daß Wildfleisch in Bayern auch heute noch so stark verseucht ist, überrascht mich persönlich. Es war klar und wurde immer wieder kommuniziert, daß damit zu rechnen ist. Jeder vernünftige und informierte Mensch in Bayern hat seit dem Unfall von Tschernobyl weder Pilze noch Blaubeeren etc. im Wald gesammelt.

Ich bin sicherlich kein “Nuklear-Euphoriker”, wie ihn sich der Autor vorstellt. Ich kann aber auch der Argumentation des Autors von Schrot(t) und Korn (wird bei uns Zuhause so genannt) nichts abgewinnen.
Die Argumente, die Fred Grimm bringt, sind mE nicht stichhaltig sondern eher als polemisch einzuordnen. Ich denke auch nicht, daß Atomkraft “ein typisches Männerding” ist. Diese Einschätzung ist wohl eher der Tatsache geschuldet, daß Herr Grimm auch für die Zeitschrift Emma von Alice Schwarzer schreibt.

Und ja - da gebe ich dem Autor recht - wir brauchen wirklich jeden klugen Kopf um die Probleme, die auf die Menschheit zukommen zu bewältigen.

Aber auch da wird es schwierig werden mit grundsätzlichen Positionen von Umweltschützern und den PolitikerINNEN von Bündnis 90/Die Grünen.

Ich bin ganz sicher für gesunde und ausgewogene Ernährung und auch für umweltverträgliche und vor allem tierfreundliche Landwirtschaft.
Trotzdem verschließe ich mich nicht der Einsicht, daß wir vielleicht zur Bewältigung des Klimawandels und des damit verbundenen Temperaturanstiegs auch Saatgut brauchen, daß mit den künftigen Klimabedingungen klar kommt.
Stichwort: Genetisch verändertes Saatgut, das an die zu erwartenden Veränderungen angepaßt ist und zugleich einer ständig anwachsenden Weltbevölkerung und deren Nahrungsmittelhunger Rechnung trägt.
Eine Verminderung bzw. Begrenzung des Bevölkerungswachstums zu erreichen, was letztlich etliche Probleme verkleinern bzw. beseitigen würde, ist in demokratischen Gesellschaften nur sehr schwer zu erreichen.
Und damit hier nicht wieder falsche Vorstellungen aufkommen sei gleich angemerkt, daß ich natürlich für Demokratie und die Freiheit des Individuums eintrete und keine diktatorisch-autokratischen Strukturen bevorzuge!

Es gibt natürlich auch noch viele andere Möglichkeiten und Ansätze, die man bei der Gestaltung der Zukunft bedenken könnte und müßte.
Ich gehe aber davon aus, daß wir in dieser Richtung nicht wirklich zügig mit den erforderlichen Anpassungen rechnen können.
__________________
Stille Menschen haben den lautesten Verstand.
Stephen Hawking

Ge?ndert von sirius (14.07.22 um 21:42 Uhr)
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  #49  
Alt 15.07.22, 09:15
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Geku Geku ist offline
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Standard AW: Zukunft der Atomenergie

Zitat:
Zitat von Ich Beitrag anzeigen
„Aber bis dahin müssen wir die Kernkraft beibehalten. Ich kann das nicht genug betonen. Es ist absoluter Wahnsinn, sie abzuschalten. Ich will es ganz klar sagen: absoluter Wahnsinn.“
Dieser Meinung kann ich mich nur anschließen, Fukushima als Anlass für den Ausstieg zu nehmen ist zu kurz gedacht (Panikreaktion). Windräder und Fotovoltaik könnten, selbst wenn der Ausbau gelingt, keine Grundversorgung in der Nacht und/oder bei Windstille zur Verfügung stellen. Es gilt Zeit bis zur Serienreife der Kernfusion zu überbrücken. Kohle, Erdgas und Erdöl sind dafür nicht geeignet, bzw. zu schade, da sie wertvolle Ausgangsstoffe für die Petrochemie sind.

Für den bis jetzt angefallenen Atommüll muss sowieso eine funktionierende Lösung gefunden werden. Frankreich und andere Staaten denken an keinen Ausstieg und damit wird das Gefahrenpotential in Europa sowieso nicht auf null reduziert.
__________________
MFG GEKU
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  #50  
Alt 15.07.22, 09:29
Bernhard Bernhard ist offline
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Registriert seit: 14.06.2017
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Standard AW: Zukunft der Atomenergie

Zitat:
Zitat von Geku Beitrag anzeigen
Windräder und Fotovoltaik könnten, selbst wenn der Ausbau gelingt, keine Grundversorgung in der Nacht und/oder bei Windstille zur Verfügung stellen.
Ein großer Energieversorger hat 2022 genau deshalb in Deutschland eine Elektrolyse-Anlage mit einer Leistung von 10 MW in Betrieb genommen (und viele weitere Anlagen dieser Art sollen noch folgen), um Strom-Überkapazitäten vom Tag zu verwerten

und bei den e-Autors wird neuerdings auch die Möglichkeit einer Einspeisung vom Auto in's Stromnetz verwendet, um eben dieses Defizit auszugleichen.
__________________
Freundliche Grüße, B.

Ge?ndert von Bernhard (15.07.22 um 09:37 Uhr)
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