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Theorien jenseits der Standardphysik Sie haben Ihre eigene physikalische Theorie entwickelt? Oder Sie kritisieren bestehende Standardtheorien? Dann sind Sie hier richtig.

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  #11  
Alt 15.12.19, 13:51
Eyk van Bommel Eyk van Bommel ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 08.07.2007
Beiträge: 3.394
Standard AW: Determinismus - Bagatelle der Unvollkommenheit?

Zitat:
Zitat von reinhard Beitrag anzeigen
Eine wirklich interessante Frage ist es aber warum wir soetwas wie Ausdehnung zeitlich oder räumlich überhaupt haben?
Warum also die Dinge nicht instantan .
Es mag aktuell nicht praktisch sein, wenn es darum geht Vorhersagen für den Alltag zu treffen, aber ich habe mich dazu entschlossen, Abstände (zeitlich oder räumlich) als Wahrnehmungen zu verstehen, die daraus resultieren, dass wir Beobachter sind, die außerhalb dessen stehen, was wir Beobachten. Man kann es mit der ART vergleichen, bei dem es keinen äußeren Beobachter gibt. Zumindest benötigt man keinen. Jetzt stelle dir vor es gebe jedoch so einen. Er würde ein anderes Modell haben, als wir. Beide wären aber in sich konsistent. Die QM ist eine in sich geschlossene Welt, die sich uns als äußere Betrachterin zu entziehen scheint. Abstände sind dort anders zu definieren- diese andere Definition trifft den Kern zwar besser, aber ich selbst habe noch keine klare Vorstellung davon. Abstände definieren sowas wie Kausalität und Wahrscheinlichkeiten einer Wechselwirkung- für einen äußeren Beobachtenden – wie es innen aussehen könnte…?
__________________
Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. A.E
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  #12  
Alt 15.12.19, 18:17
reinhard reinhard ist offline
Profi-Benutzer
 
Registriert seit: 11.11.2011
Beiträge: 124
Standard AW: Determinismus - Bagatelle der Unvollkommenheit?

Zitat:
Zitat von Eyk van Bommel Beitrag anzeigen
Es mag aktuell nicht praktisch sein, wenn es darum geht Vorhersagen für den Alltag zu treffen, aber ich habe mich dazu entschlossen, Abstände (zeitlich oder räumlich) als Wahrnehmungen zu verstehen, die daraus resultieren, dass wir Beobachter sind, die außerhalb dessen stehen, was wir Beobachten. Man kann es mit der ART vergleichen, bei dem es keinen äußeren Beobachter gibt. Zumindest benötigt man keinen. Jetzt stelle dir vor es gebe jedoch so einen. Er würde ein anderes Modell haben, als wir. Beide wären aber in sich konsistent. Die QM ist eine in sich geschlossene Welt, die sich uns als äußere Betrachterin zu entziehen scheint. Abstände sind dort anders zu definieren- diese andere Definition trifft den Kern zwar besser, aber ich selbst habe noch keine klare Vorstellung davon. Abstände definieren sowas wie Kausalität und Wahrscheinlichkeiten einer Wechselwirkung- für einen äußeren Beobachtenden – wie es innen aussehen könnte…?
Ich frage mich auch ob wir mit Objekten wie Punkte,Linien (Punktteilchen,Strings) die Natur treffend beschreiben können.
Beide Betrachtungen machen Probleme und sind vielleicht nicht der Weisheit letzter Schluss.
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  #13  
Alt 15.12.19, 20:56
Zweifels Zweifels ist offline
Profi-Benutzer
 
Registriert seit: 26.11.2018
Beiträge: 177
Standard AW: Determinismus - Bagatelle der Unvollkommenheit?

Zitat:
Zitat von Eyk van Bommel Beitrag anzeigen
Meine derzeitige „Herangehensweise“ resultiert aus der Annahme, dass die Unzulänglichkeiten der Mathematik auch die der Natur sind. Sprich was die Mathematik nicht kann, kann auch die Natur nicht besser lösen.
Ich erklär mir das mit Hilfe der Modallogik und der Viele-Welten-Theorie (die man glaube ich ähnlich in der Quantentheorie kennt). Da ich glaube, dass die Mathematik in jedem möglichen Universum "notwendig wahr" sein muss (im Gegensatz zum Periodensystem der Elemente, das nur "möglich wahr" ist und in unserem Universum existiert) und die Natur nicht notwendig wahr (also "möglich falsch") in anderen möglichen Universen sein kann, würde ich sagen: Alles was der Mathematik widerspricht, muss auch der Natur widersprechen.

Ich komme also zu ähnlichen Ergebnissen wie du, nur auf eine andere Weise. Ich würde auch für deinen Vergleich statt den Fibonacci-Zahlen lieber die Primzahlen nehmen. Man kann nämlich die n-te Fibonacci-Zahl berrechnen, siehe hier:
http://www.staff.uni-oldenburg.de/da...net-Formel.pdf
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  #14  
Alt 16.12.19, 14:06
Eyk van Bommel Eyk van Bommel ist offline
Singularität
 
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Beiträge: 3.394
Standard AW: Determinismus - Bagatelle der Unvollkommenheit?

Zitat:
Man kann nämlich die n-te Fibonacci-Zahl berrechnen
Es macht für mich zunächst keinen großen Unterschied, ob man theoretisch auch „in die Zukunft sehen kann“. Die nte-Zahl zu kennen, ist wie zu wissen, wo morgen die Sonne um 12 Uhr steht.

Auch für Pi kann man die n-Zahl berechnen. Ob man dies nicht eines Tages auch für Primzahlen hinbekommt? Gibt es eigentlich eine Zahlenfolge für die es ausgeschlossen ist?

Aber weil es gerade auch zum oberen Threadverlauf passt. Der hier dargestellte Prozess von mir
http://www.quanten.de/forum/showpost.php5?p=90969&postcount=16
sollte meiner Meinung nach die Bellsche Ungleichung verletzen, wäre "zufällig determiniert".

Zufällig - damit die Bellsche Ungleichung verletzt wird.
Determiniert - damit sich die verschränken Teilchen „antizyklisch“ verhalten.
Meine Frage wäre, ob ein solch versteckter Parameter genügt?

Früher nannten wir es Flip-Flop-Theorie. Also, dass sich der Wert ändert
+ - + - +…
Das würde aber nicht reichen, da hier der Zufall fehlt.

Die Frage wäre eben, ob es genügt, dass sich der Zustand zeitlich/räumlich „zufällig determiniert“ ändert.

P1 ++--+-+---+++-+--+++-+---+-+-+--++-
P2 --++-+-+++---+-++---+-+++-+-+-++--+


Ich finde keine Literatur zu “zufällig determiniert“ – Ist wohl kein großes Thema.
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  #15  
Alt 21.12.19, 09:31
Eyk van Bommel Eyk van Bommel ist offline
Singularität
 
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Standard AW: Determinismus - Bagatelle der Unvollkommenheit?

Zitat:
Zitat von reinhard Beitrag anzeigen
Ich frage mich auch ob wir mit Objekten wie Punkte,Linien (Punktteilchen,Strings) die Natur treffend beschreiben können.
Beide Betrachtungen machen Probleme und sind vielleicht nicht der Weisheit letzter Schluss.
Wäre es nicht doch viel einfacher, zu akzeptieren, dass für z.B. Photonen Zeit und Raum (Abstand) tatsächlich nicht existieren. Formal steht es doch mehr oder minder bereits in der SRT drin. Ich kenne die Argumentation dagegen, aber was, wenn diese falsch ist? Egal wann wir massebehafteten Wesen glauben, dass etwas stattfindet, das muss nicht real sein für die QM - dem entsprechen.
Wir wissen ja schon, dass das Beobachterabhängig ist (raumzeitliche Abstände).
Das Elektron bewegt sich durch das Higgsfeld, wie Licht durch Glas. Daraus entsteht ja erst der raumzeitliche Abstand als physikalisch messbare Einheit.
Das Elektron selbst kann man sich jedoch - wie das Photon im Glas- weiterhin als frei von dieser makroskopischen Eigenschaft vorstellen.

Alle ansonsten schwer zugänglichen Fragen in der QM wären extrem leicht zu verstehen. Es fehlt allein die Erklärung warum, wir die Welt nicht so sehen wie Photonen. Wieso bewirkt eine Abbremsung von c auf v<<c eine Abfolge von raumzeitlich getrennten Ereignissen, die es ohne nicht gibt.
Vielleicht steckt die Antwort in der Kausalität – selbst in einer raumzeit-freien Umgebung, müsste der Zustand Y von Zustand X abhängig sein (ohne Raumzeit). Diese Abhängigkeit wir beim Abbremsen c<<v sichtbar bzw. ersetzt.
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  #16  
Alt 21.12.19, 11:47
reinhard reinhard ist offline
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Standard AW: Determinismus - Bagatelle der Unvollkommenheit?

Zitat:
Zitat von Eyk van Bommel Beitrag anzeigen
Wäre es nicht doch viel einfacher, zu akzeptieren, dass für z.B. Photonen Zeit und Raum (Abstand) tatsächlich nicht existieren. Formal steht es doch mehr oder minder bereits in der SRT drin. Ich kenne die Argumentation dagegen, aber was, wenn diese falsch ist? Egal wann wir massebehafteten Wesen glauben, dass etwas stattfindet, das muss nicht real sein für die QM - dem entsprechen.
Wir wissen ja schon, dass das Beobachterabhängig ist (raumzeitliche Abstände).
Das Elektron bewegt sich durch das Higgsfeld, wie Licht durch Glas. Daraus entsteht ja erst der raumzeitliche Abstand als physikalisch messbare Einheit.
Das Elektron selbst kann man sich jedoch - wie das Photon im Glas- weiterhin als frei von dieser makroskopischen Eigenschaft vorstellen.

Alle ansonsten schwer zugänglichen Fragen in der QM wären extrem leicht zu verstehen. Es fehlt allein die Erklärung warum, wir die Welt nicht so sehen wie Photonen. Wieso bewirkt eine Abbremsung von c auf v<<c eine Abfolge von raumzeitlich getrennten Ereignissen, die es ohne nicht gibt.
Vielleicht steckt die Antwort in der Kausalität – selbst in einer raumzeit-freien Umgebung, müsste der Zustand Y von Zustand X abhängig sein (ohne Raumzeit). Diese Abhängigkeit wir beim Abbremsen c<<v sichtbar bzw. ersetzt.
Ich kenn derzeit keine Alternative zu Punkten,Geraden ect. aber vielleicht hat in Zukunft jemand eine Idee dazu.
Vielleicht über den Weg von Fraktalen oder Ähnlichem.
Aber wie gesagt Singularitäten,schwingende Linien sind schon sehr sonderbare Objekte.Glaub nicht dass die Natur so gestrickt ist.
Kann mich aber auch täuschen :-)
Frohes Fest auf alle Fälle :-)
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  #17  
Alt 21.12.19, 17:36
Eyk van Bommel Eyk van Bommel ist offline
Singularität
 
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Standard AW: Determinismus - Bagatelle der Unvollkommenheit?

Zitat:
Zitat von reinhard Beitrag anzeigen
Ich kenn derzeit keine Alternative zu Punkten,Geraden ect. aber vielleicht hat in Zukunft jemand eine Idee dazu.
Vielleicht über den Weg von Fraktalen oder Ähnlichem.
Aber wie gesagt Singularitäten,schwingende Linien sind schon sehr sonderbare Objekte.Glaub nicht dass die Natur so gestrickt ist.
Kann mich aber auch täuschen :-)
Frohes Fest auf alle Fälle :-)
Immer wenn ich an diesem Punkt bin, denke ich mir, dass das alles keinen Sinn macht. Sich damit auseinanderzusetzen. Da ich aber Erfahrungsgemäß nicht aufhöre, scheint es dann doch sowas wie Superdeterminismus zu geben- dass mich zwingt, weiter zu machen.
Die Bezeichnung „Singularität“ scheint mir auch wenig Zielführend zu sein. Ein Einstein-Bose-Kondensat hat auch eine räumliche Ausdehnung – aber gewissermaßen keine raumzeitliche. Vielleicht verlieren Raum und Zeit ihre uns bekannten Eigenschaften, wenn man sie trennt.

Ich wünsche ebenfalls eine schöne Zeit bei Familie und Freunden.
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