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Quantenmechanik, Relativitätstheorie und der ganze Rest. Wenn Sie Themen diskutieren wollen, die mehr als Schulkenntnisse voraussetzen, sind Sie hier richtig. Keine Angst, ein Physikstudium ist nicht Voraussetzung, aber man sollte sich schon eingehender mit Physik beschäftigt haben.

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  #11  
Alt 14.07.22, 15:34
Ich Ich ist offline
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Registriert seit: 18.12.2011
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Standard AW: Wieso können Schwarze Löcher rotieren?

Zitat:
Zitat von Justice Beitrag anzeigen
Oder wieso spricht man von rotierenden und nicht rotierenden SL?
Weil nicht rotierende SL sehr viel einfacher zu rechnen und zu verstehen sind. Immer noch schwer genug.
Dass es in der Natur keine nichtrotierenden SL gibt, ist klar.
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  #12  
Alt 14.07.22, 17:31
Herr Senf Herr Senf ist offline
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Registriert seit: 19.04.2015
Beitr?ge: 206
Standard AW: Wieso können Schwarze Löcher rotieren?

Zitat:
Zitat von Justice Beitrag anzeigen
Aber der Zusammenhang für Drehimpuls "L" und Tangentialgeschwindigkeit "v" ist: L = r * v und somit v = L/r
und wenn ich jetzt Lim(r->0) L/r rechne, dann erhalte ich für "v" unendlich?
... das gilt für einen Massenpunkt auf einer Kreisbahn, wobei auch v<c gilt. Wenn Du eine starre Scheibe hast, die rotiert mit w = const !
Wegen v = w * r wird für den Mittelpunkt v = 0 und damit Lo = 0. Wenn Du L für die Scheibe haben willst mußt Du "über alle Ringe" integrieren.
Das Schwarze Loch ist ein "ausgedehntes" Objekt, die rein mathematische Singularität hat keinen Drehimpuls, das Loch aber als Ganzes.
Der Spin des SL ist seine Winkelgeschwindigkeit w, die Tangentialgeschwindigkeit am EH muß dabei v<c bleiben, wegen M und w hat es sein L.

Ge?ndert von Herr Senf (14.07.22 um 17:36 Uhr)
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  #13  
Alt 15.07.22, 13:05
Justice Justice ist offline
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Standard AW: Wieso können Schwarze Löcher rotieren?

Zitat:
Zitat von Herr Senf Beitrag anzeigen
... das gilt für einen Massenpunkt auf einer Kreisbahn, wobei auch v<c gilt. Wenn Du eine starre Scheibe hast, die rotiert mit w = const !
Wegen v = w * r wird für den Mittelpunkt v = 0 und damit Lo = 0. Wenn Du L für die Scheibe haben willst mußt Du "über alle Ringe" integrieren.
Das Schwarze Loch ist ein "ausgedehntes" Objekt, die rein mathematische Singularität hat keinen Drehimpuls, das Loch aber als Ganzes.
Der Spin des SL ist seine Winkelgeschwindigkeit w, die Tangentialgeschwindigkeit am EH muß dabei v<c bleiben, wegen M und w hat es sein L.
Ja die L=r*v Formel war nur eine vereinfachung, von etwas komplizierten, aber es stimmt sinngemäss: nach der klassischen Phyisk und auch vereinfacht: müsste man eine Massgenkugel nach "r" integrieren, bei bleibende Masse "m" und bleibedem Drehimpuls "L", für "v" oder halt "w".

Ein SL ist unvorstellbar Abstrakt... für das menschliche Gehirn nicht geeignet. Man kann über die Mathematik in ART und QM nur erahnen wie speziell die Bedingungen da sind...
Für mich ist der Ereignishorizont nur eine virtuelle Distanzangabe zu einem existierendem physikalschischen Objekt, aber es ist soviel mehr... Absolut Abstrakt... und counter-intuitive... für mich...

Oder wie kann ich das Verstehen? Der EH ist ja nicht wirklich was physikalisches.
Könnte folgendes Beispiel nicht auch zutreffen?
Die SL-Masse ist konzentriert auf eine Plancklänge mir Radius "r" =Planklänge/2. Und dort hat sich ergeben die Tangentialgeschwindigkeit 99% von der Lichtges. "c". Und die Schnellsten und nahersten Teilchen in der Nähe des Ereig.Hori. sind alle v<c. Und der EH selber dreht sich ja nicht, er ist nur eine virtuelle Sphäre.
__________________
Du hast schlecht angefangen doch gegen Ende stark nachgelassen,
aber auch ein blindes Huhn kann die Zeit nicht zurück drehen,
denn Schweizerische Wissenschaftler haben herausgefunden
nachdem man ihnen den Ausgang zeigte.

Ge?ndert von Justice (15.07.22 um 13:14 Uhr)
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  #14  
Alt 15.07.22, 14:56
Herr Senf Herr Senf ist offline
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Registriert seit: 19.04.2015
Beitr?ge: 206
Idee AW: Wieso können Schwarze Löcher rotieren?

Die Raumzeit des SL dreht sich, der Ereignishorizont ist eine Einbahnstraße ins Schwarze Loch.
Man kann auf ein sich drehendes Karussell "mit Anlauf" tangential draufspringen, darf aber nie wieder runter.
Wenn das viele machen, erhöht sich die Masse und der Drehimpuls, einfache Analogie:

Nun kann man gemütlich zur Drehachse des Karussells (Singularität) hinlaufen, Masse und Drehimpuls bleiben erhalten.
Von außen betrachtet sieht es so aus, als ob die Masse über den Ereignishorizont verteilt ist, reingucken geht ja nicht.
Grüße Dip

Ge?ndert von Herr Senf (15.07.22 um 15:17 Uhr)
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  #15  
Alt 15.07.22, 15:12
Cossy Cossy ist offline
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Standard AW: Wieso können Schwarze Löcher rotieren?

Ich habe mit der Rotation der SL eher ein Problem wegen dem Unendlichen in der Singularität. Die 0 ist bei der Drehung nicht sehr problematisch.

Etwas unendliches kann sich tatsächlich nicht drehen und auch nicht wachsen. Diese Eigenschaften von SLs stören mich bei dem Gedanken einer Singularität im Zentrum. Alle Abbildungen der ART sind geometrische Formen. Damit in der Geometrie unendlich.

Laut der Mathematik muss eine unendliches Objekt schon immer so existieren. Bei einem Wachstum müsste dieses auch unendlich sein. Ist es aber nicht. Das können wir beobachten.

Bei der Drehung das gleiche Prinzip. die kommt bei unendlich nicht von Innen nach Außen oder umgekehrt.
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  #16  
Alt 15.07.22, 16:21
Herr Senf Herr Senf ist offline
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Pfeil AW: Wieso können Schwarze Löcher rotieren?

Singularitäten sind "Ausnahmesituationen", wo die Gleichungen verrückt spielen, zB f(x) = 1/x bei x = 0.
Der Ereignishorizont ist nur eine numerische Koordinatensingularität, andere Koordinaten nehmen oder Gleichungen - Problem weg.

Die Singularität im Zentrum eines SL ist eine echte physikalische, weil man nicht weiß, was dort los ist, man kann sie nicht "beheben".
An diesem Punkt kann man per Definition nicht rechnen, man vermeidet das Problem, indem man den „Artefakt ausschneidet“.

PS: wo keine Physik bekannt ist, kann auch keine Mathematik gemacht werden, so "beim" Urknall und "im" Zentrum eines SL.
Bei numerischen Simulationen fängt man einfach nicht bei "0" an, nur klein genug "0,0...1", so daß das Ergebnis "stabil" wird/bleibt.
Spruch dazu: lieber ungenau richtig rechnen, als exakt falsch

Ge?ndert von Herr Senf (15.07.22 um 16:40 Uhr)
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  #17  
Alt 15.07.22, 18:45
Benutzerbild von antaris
antaris antaris ist offline
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Standard AW: Wieso können Schwarze Löcher rotieren?

Zitat:
Zitat von Cossy Beitrag anzeigen
Ich habe mit der Rotation der SL eher ein Problem wegen dem Unendlichen in der Singularität. Die 0 ist bei der Drehung nicht sehr problematisch.

Etwas unendliches kann sich tatsächlich nicht drehen und auch nicht wachsen. Diese Eigenschaften von SLs stören mich bei dem Gedanken einer Singularität im Zentrum. Alle Abbildungen der ART sind geometrische Formen. Damit in der Geometrie unendlich.

Laut der Mathematik muss eine unendliches Objekt schon immer so existieren. Bei einem Wachstum müsste dieses auch unendlich sein. Ist es aber nicht. Das können wir beobachten.

Bei der Drehung das gleiche Prinzip. die kommt bei unendlich nicht von Innen nach Außen oder umgekehrt.
Zitat:
Zitat von Herr Senf
Singularitäten sind "Ausnahmesituationen", wo die Gleichungen verrückt spielen, zB f(x) = 1/x bei x = 0.
Der Ereignishorizont ist nur eine numerische Koordinatensingularität, andere Koordinaten nehmen oder Gleichungen - Problem weg.

Die Singularität im Zentrum eines SL ist eine echte physikalische, weil man nicht weiß, was dort los ist, man kann sie nicht "beheben".
An diesem Punkt kann man per Definition nicht rechnen, man vermeidet das Problem, indem man den „Artefakt ausschneidet“.

PS: wo keine Physik bekannt ist, kann auch keine Mathematik gemacht werden, so "beim" Urknall und "im" Zentrum eines SL.
Bei numerischen Simulationen fängt man einfach nicht bei "0" an, nur klein genug "0,0...1", so daß das Ergebnis "stabil" wird/bleibt.
Spruch dazu: lieber ungenau richtig rechnen, als exakt falsch
Die problematische Unendlichkeit würde bei der Ähnlichkeitsdimension einfach verschwinden, da man nicht mit Längen von 0 rechnen und somit auch nicht x/0 teilen müsste
__________________
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https://www.planck-unit.net

Ge?ndert von antaris (15.07.22 um 18:48 Uhr)
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  #18  
Alt 15.07.22, 19:53
Herr Senf Herr Senf ist offline
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Standard AW: Wieso können Schwarze Löcher rotieren?

... nur das Ähnllichkeitsdimensionen ein überflüssiger Umweg über die Radosophie sind, kann nach Ockhams Rasiermesser weg.
Die Physik gleitet nicht gerne in den Eklektizismus ab, komplizierter zusammensetzen, wenn's auch einfacher geht
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  #19  
Alt 15.07.22, 20:10
Benutzerbild von antaris
antaris antaris ist offline
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Standard AW: Wieso können Schwarze Löcher rotieren?

Zitat:
Zitat von Herr Senf Beitrag anzeigen
... nur das Ähnllichkeitsdimensionen ein überflüssiger Umweg über die Radosophie sind, kann nach Ockhams Rasiermesser weg.
Die Physik gleitet nicht gerne in den Eklektizismus ab, komplizierter zusammensetzen, wenn's auch einfacher geht
Die Einfachheit? Das ist ja die Frage ob es aktuell so einfach ist. Warum muss in der Physik alles mögliche renormiert werden? x/0 ist eben ein Problem, auf das die Physik viele Umwege finden musste. So wird eher ein Schuh draus. Nur leider fehlt dann die dunkle Materie, dunkle Energie und dann die Symmetriefrage zwischen Materie und Antimaterie.
Es ist ein Fakt, dass die Standardmodelle sehr viele Dinge sehr gut erklären...ohne Frage aber eben ganz wesentliche Dinge können nicht erklärt werden.

Off-Topic und gehört hier nicht ins Thema aber mich interessiert das:
Warum nicht nach Alternativen suchen und nach so langer Zeit vielleicht auch mal die Gedanken weiter schweifen zu lassen?
Welche toe würdest du favorisieren? Wie sieht für dich die Physik jenseits des Standardmodells aus?
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Ge?ndert von antaris (15.07.22 um 20:13 Uhr)
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  #20  
Alt 08.08.22, 10:36
Justice Justice ist offline
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Standard AW: Wieso können Schwarze Löcher rotieren?

Was stimmt an meiner folgenden Annahme/Überlegung nicht?

Wenn ja ein Stern zu einem Schwarzen Loch kollabiert. Dann "wandern" ja die Teilchen mit der Geschwindigkeit v<c richtung Massezentrum. Und mit der Impulserhalten, müsste sich die währen dieser "Wanderung" die Tangentialgeschwindigkeit der Teilchen erhöhen, d.h. der Kollabsgeschwindigkeit müsste verlangsamen? Ja, oder?
Und müsste dann nicht ein Punkt kommen, wo die Tangentialgeschwindigkeit = c ist? und somit sich ein Masschenobjektradius > 0 Einstellen muss?

Ich gehe davon aus, das sich die Physik innerhalb des Ereignishorizonts nicht verändern. Sondern, das eben nur keine Information nach Aussen gelangt und wir es niemals Beobachten können.
__________________
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