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Theorien jenseits der Standardphysik Sie haben Ihre eigene physikalische Theorie entwickelt? Oder Sie kritisieren bestehende Standardtheorien? Dann sind Sie hier richtig.

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  #21  
Alt 16.08.07, 11:56
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Standard AW: Definition der Zeit

Zeit ist eine imaginaere Zahl ?
Gegenwart ist das Universum t=0.
Zitat:
"Andere Zeiten sind nichts anderes als andere Universen"
(David Deutsch)
Auch Entscheidungen spannen andere Universen auf.
Sowohl unser Wille als auch der Kollaps der Wellenfunktionen.

Morgen ist zu heute ein Serielluniversum

Haette ich letzte Woche eine sehr wichtige E-mail in den Papierkorb verschoben, wuerde ich heute in einem voellig anderen Moeglichkeitsuniversum leben.
Ich lebe im Univesrum x5=x6=0, E-mail geoeffnet
Das Universum x5=x6=0.000001 , E-mail nicht geoeffnet, ist (gottseidank:-) keine Realitaet.

Geändert von richy (16.08.07 um 13:15 Uhr)
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  #22  
Alt 16.08.07, 12:30
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Standard AW: Definition der Zeit

Bei chaostheorie.de habe ich den Gedankengang schon einmal versucht zu veranschaulichen.
Zusammen mit der Userin Ameise :
Kopiere mal einige Auszuege hier rein: (Ich weiss parallel nicht paralell :-9)

RICHY (Beispiel Moeglichkeitskoordinate)
Zitat:
Ich sitze hier in Karlsruhe am Schreibtisch:
Das kann ich durch 3 Raumkoordinaten Angeben. (x1,x2,x3)
Es ist momentan t=1.40 MEZ.
Ich habe heute meine Autoschluesel (in der Tat) nicht verloren.
Das kennzeichne ich mit p=0, Willkuerlich die Null als meine Realitaet.
Genauso willkuerlich wie t=0 als Gegenwart.

Haette ich meine Autoschluessel verloren, so waere ich jetzt in einer ganz
anderen Situation, vielleicht auch an einem ganz anderen Ort (x1',x2',x3')
Jedenfalls in einem Paralelluniversum in dem ich heute meine Autoschluesel
verloren habe. Das kann ich willkuerlich mit p=0.1 kennzeichnen.

Fuer alle Entscheidungen die ich heute wirklich getroffen habe bleibe ich
in p=0. Fuer den Pfad auf dem (binaeren) Entscheidungsbaum den ich heute durchlaufen habe gilt p=0.
Hab mir heute in der Tat keine Hose gekauft: p=0
Paralelluniversum in dem ich mir heute eine Hose gekauft habe: p=0.2
Fuer alle Entscheidungen kann ich mir eine Zahl auf der neuen Dimension aussuchen. Und es stehen mir unendlich viele Zahlen zur Verfuegung. Interpretiere die Dimension p einfach als Zahlengerade um Dir vorszustellen, dass es mit einer zusaetzlichen Dimension gar kein Problem ist unendlich viele Universen aufzuspannen. Lediglich die Maechtigkeit koennte hier zu Problemen fuehren.
Mehr Gedanken zum Begriff Entscheidung :
http://www.quanten.de/forum/showthre...=4873#post4873

RICHY (Vergleich Zeit und Moeglichkeitskoordinate)
Zitat:
1)
Eine echte Entscheidung liegt dann vor, wenn sie unumkehrbar realisiert ist. Beispiel:
"Na ich schmeis mal ne chinesisch Blumenvase auf den Boden."
Gesagt getan. Ich werfe die Vase in die Luft. Entschieden ?
Fast. Aber ich koennte die Entscheidung rueckgaengig machen ,
indem ich versuche die Vase aufzufangen bevor sie den Boden erreicht.
Die Umkehrung muss nicht von mir kommen. Sehr unwahrscheinliche
Dinge muessten dazu allerdings geschehen.
Z.B. die Vase bleibt an der Zimmerbeleuchtung haengen :-)
Man kann die Wahrscheinlichkeit all dieser Dinge im Prinzip mit der Wahrscheinlichkeit interpretieren, dass die Vase das Experiment ueberlebt.
Steht die Vase auf dem Tisch ist ihre Ueberlebenswahrscheinlichkeit noch gross. Fasse ich den Entschluss, so sinkt diese Ueberlebenswahrscheinlichkeit. Werfe ich die Vase in die Luft, wird die Ueberlebenswahrscheinlichkeit sprunhaft nochmal kleiner. Auf dem Weg zum Boden wird die Ueberlebenswahrscheinlichkeit immer geringer.
Aber erst wenn die Vase auf dem Boden zerdeppert ist ist die Entscheidung wirklich realisiert. Hmm, die Ueberlebenswahrscheinlichkeits der Vase kollabiert zu 0.
Die Entscheidung ist dann irreversibel.

2)
Die Zuordnung von Zahlen fuer Entscheidungen sollte lediglich veraunschaulichen, dass mit der Annahme einer zusaetzlichen Dimension fuer Paralellwelten Platz fuer unendlich viele Universen geschaffen wird.
Diese Dimension soll auch an jedem Raumpunkt zu jedem Zeitpunkt existieren.
Eine 3D Welt koennen wir darstellen, eine 3D Welt + Zeit uns vorstellen.
(Mit Erinnerung und Phantasie in der Zeit sogar reisen) Bei 5D wird es allerdings kompliziert.
Unser Universum verzweigt sich zu jedem Zeitpunkt in Paralellwelten.
Wie koennte die Zuordnung zu Zahlen auf der Paralelldimension eigentlich konkret aussehen ? Da ich nicht 5D denken kann hab ich mir etwas ausgedacht.
So etwas aehnliches wie die Welt der 2D Wesen.
Peng, ich lasse einfach mal die Zeit still stehen. Friere die Welt ein :-)
Das ist wohl einfach vorstellbar. Jetzt stelle ich mir vor, dass ich anstelle der Zeit nun die Paralellwelt Dimension setze. ( Musste dazu fast mal eine Zeichnung machen) Jetzt nehme ich an, dass diese Paralellwelten in der Form auf die Paralelldimension abgebildet werden, dass die Paralellwelten die zu meinen zeitlich naechsten Entscheidungen gehoeren auch "paralellich (statt zeitlich)" noch sehr nahe bei mir liegen.
Die Paralellwelten wandern also von mir weg. Entscheidungen die ich vor langer Zeit einmal getroffen habe, deren Paralellwelt liegt auch paralellich weit weg von mir.
Koennte ich mich ohne Zeit, dafuer mit Paraellwelten durch den Raum bewegen ? Ja ! Es waere eine verrueckte Welt, aber gar nicht so sehr unterschiedlich wie eine zeitliche Welt.

Hosenbeispiel:
p=0
Habe vorgestern eine neue Hose gekauft.
p=0
Gestern hab ich ne Frau kennengelernt, denn die fand die Hose so toll.

Jetzt eine einfache Paralellwelt dazu
p=1
Habe vorgestern KEINE neue Hose gekauft.
p=2
Die Frau lief gestern an mir vorbeii.

In p=0 lasse ich jetzt die Zeit still stehen.
t=0
Meine neue Freundin steht neben mir (ich mit neuer Hose :-)
Ich blicke in die naheste Paralellwelt fuer t=0.

Ohne die neue Freundin waere ich auch an einem anderen Ort.
Auf den bewege ich mich zu und schwupp p=2 ist die Freundin wech.
Warum das denn ? Ich gugg mich an. Ach so die neue Hose ist wech p=1.
In der Form wuerde die Zeit quasi rueckwaerts laufen.
Kein Wunder. Wir bewegen uns ja auch auf Paralellwelten unserer Vergangenheit zu.
Ganz schoen kompliziert :-)
RICHY
Zitat:

Inzwischen habe ich die Sache fuer mich geloest.
Der freie Wille ist eher eine Emotion. Gehoert zu den abstrakten Objekten, so wie eine Zahl. Und er laeuft meist unbewusst ab. Damit kann ich ihn rein physikalisch nicht erklaeren und daher mache ich mir auch keine Gedanken mehr darueber.

Was ist eigentlich genau der Unterschied zwischen einer intakten und zerbrochenen chinesischen Vase ?
AMEISE
Zitat:
>Was ist eigentlich genau der Unterschied zwischen einer intakten und zerbrochenen chinesischen Vase ?

hmm .... einige hundert Euro smiling :-)
Frage an die Physiker:
Ist das Kollabieren einer Wahrscheinlichkeitswelle ein reversibler Vorgang ?

@zeitgenosse
Wie kommen bei Heim eigentlich die Konkreten Zahlenwerte fuer x5,x6 zustande ?
Welche Moeglichkeiten liegen nahe an der Realitaet. Ist dies wirklich von deren Alter
abhaengig wie ich oben annahm (wohl eher nicht), oder der Entropie ?
Liegen auf den Koordinaten x5,x6 auch Moeglichkeiten, die die thermodynamischen Hauptsaetze nicht erfuellen oder nur Moeglichkeiten innerhalb deren Rahmen ?
Sind x4,x5,x6 wie x1,x2,x3 vertauschbar ? Wohl eher nicht.
Ist es die Strukturierung von x5,x6, die die Zeit voranschreiten laesst ?
Welche Rolle spielen die Fibonacci Zahlen in diesem Mechanismus genau ?

Geändert von richy (16.08.07 um 13:49 Uhr)
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  #23  
Alt 16.08.07, 14:49
abracadabra abracadabra ist offline
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Ausrufezeichen AW: Definition der Zeit

Zitat:
Zitat von richy Beitrag anzeigen
Zeit ist eine imaginaere Zahl ?
Gegenwart ist das Universum t=0.
Auch Entscheidungen spannen andere Universen auf.
Sowohl unser Wille als auch der Kollaps der Wellenfunktionen.
Zeit ist eine virtuelle Dimension.
Gegenwart ist das Universum auf der Zeitachse bei t = ?
(Urknall ist nur ein Trugbild!)
Jedes Elementarteilchen, jeder Körper, das ganze Universum unendlicher Möglichkeiten ist in ständiger Umwandlung - jeder alte, gegenwärtige oder neue Zustand (Hypostase) ist weder eine andere Zeit noch ein anderes Universum, sondern dasselbe und das Einzige, jedoch etwas anders! DAS ist die Wirklichkeit! Alle anderen wahrscheinliche oder mögliche Alternativen sind nur theoretisch, virtuell, eingebildet! Das "Multiversum" entfaltet sich nur in der Phantasie!
Auch wenn es die Alternativwelten (unsere wäre eine davon) doch tatsächlich gibt - sind sie nur deren Bewohner wahrnehmbar, erkennbar - keine davon existiert wirklich für irgendeine andere, geschweige denn für alle ... und das ganze Multiversum wäre insgesamt doch ... DAS Universum ...

Geändert von abracadabra (16.08.07 um 15:09 Uhr)
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  #24  
Alt 16.08.07, 16:01
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Standard AW: Definition der Zeit

Hi
Zitat:
Zeit ist eine virtuelle Dimension.
Die Zeit beeinflusst die physikalische Welt.
Sind mathematische Axiome mathematische Objekte ?
Wir koennen sie nicht mathematisch herleiten.
Wir akzeptieren sie gemaess unserem Menschenverstand.

Zitat:
Gegenwart ist das Universum auf der Zeitachse bei t = ?
Es ist willkuerlich wo man den Nullpunkt in einem Koordinatensystem setzt.
Betrachte ich die Zukunft als positive Werte auf der Zeitachse und die Vergangenheit als negative Werte, so gilt fuer die Gegenwart t=0.
Aber das ist wie gesagt relativ willkuerlich.
Zitat:
Das "Multiversum" entfaltet sich nur in der Phantasie!
Oder in der Unschaerferelation. Eine der moeglichen Deutungen.

Es gibt verschiedene Multiversentypen in der Astrophysik.
Diese sind keinesfalls etwas exotisches und fuer das antosophische Prinzip meiner Meinung nach zwingend notwendig.
http://64020.forums.motigo.com/board...sage_id=306319
Zitat:
Das Ebene-I-Multiversum

Der einfachste Typ eines Paralleluniversums ist eine Raumregion, die für unsere Beobachtungen zu weit entfernt ist. Derzeit können wir höchstens 4´1026 Meter oder 42 Milliarden Lichtjahre weit sehen. Diese Entfernung konnte das Licht seit dem Urknall vor 14 Milliarden Jahren zurücklegen; sie ist größer als 14 Milliarden Lichtjahre, weil die kosmische Expansion die Abstände gedehnt hat. Jedes Paralleluniversum der Ebene I gleicht im Prinzip unserem Universum. Sämtliche Unterschiede stammen von Variationen der anfänglichen Materieverteilung.

Wie weit ist ein Zwillingsuniversum entfernt?

Modelluniversum
Stellen wir uns ein zweidimensionales Universum vor, das nur vier Teilchen Platz bietet. Ein solches Universum hat 24=16 mögliche Anordnungen der Materie. Gibt es mehr als 16 dieser Universen, so müssen sie sich wiederholen. Die Entfernung zur nächsten Wiederholung ist ungefähr der vierfache Durchmesser eines Universums.

Unser Universum
Das gleiche Argument gilt für unser Universum, das rund 10118 Elementarteilchen Platz bietet. Deshalb sind 2 hoch 10118 Anordnungen möglich, oder rund 10 hoch 10118. Durch Multiplikation mit dem Durchmesser des Universums ergibt sich ein mittlerer Abstand zum nächsten Duplikat von 10 hoch 10118 Metern.

Das Ebene-II-Multiversum

Aus der Theorie der kosmischen Inflation folgt ein komplizierterer Typ von Paralleluniversen. Das Ebene-I-Multiversum - unser Universum und die benachbarten Raumbereiche - ist demnach eine Blase in einem noch riesigeren, aber größtenteils leeren Volumen. Dort gibt es andere Blasen, die zu unserer Welt keinerlei Verbindung haben. Sie kondensieren wie Regentropfen in einer Wolke. Während der Kondensation wird jede Blase durch Variationen der Quantenfelder mit spezifischen Eigenschaften ausgestattet, durch die sie sich von anderen Blasen unterscheidet.

Kondensation der Blasen
Ein Quantenfeld namens Inflaton verursacht eine rapide Expansion des Raumes. Durch zufällige Fluktuationen verliert das Feld in einigen Raumregionen seine Kraft und die Expansion verlangsamt sich. In solchen Gebieten entstehen Blasen.

Indizien
Für die Existenz von Paralleluniversen der Ebene II spricht die unwahrscheinliche Feinabstimmung der Naturkräfte (Mitte) sowie der Raumzeit-Dimensionen (rechts) in unserem Universum. Diese Größen haben gerade passende Werte für die Entstehung von Leben. Die plausibelste Erklärung ist, dass diese Werte das Resultat von Zufallsprozessen bei der Entstehung unseres Universums sind, während unzählige andere Universen mit anderen Werten existieren, in denen Leben nicht möglich ist.

Das Ebene-III-Multiversum

Die Quantenmechanik postuliert eine gigantische Anzahl von Paralleluniversen, die aber nicht im üblichen Raum liegen, sondern in einem abstrakten Raum aller möglichen Zustände. Jeder im Rahmen der Quantenmechanik vorstellbare Zustand der Welt entspricht einem eigenen Universum. Diese Paralleluniversen machen sich im Laborexperiment durch typische Quanteneffekte bemerkbar, etwa durch Interferenzen von Quantenwellen.

Quantenwürfel
Ein idealer Würfel, der nur den Gesetzen der Quantenmechanik unterworfen ist, wird durch jeden Wurf in eine Superposition aller sechs möglichen Wurfresultate versetzt – doch ein Beobachter sieht stets nur eines davon. Um diesen Widerspruch aufzulösen, stellen wir uns vor, dass der Wurf in verschiedenen Universen verschiedene Augenzahlen ergibt. In einem Sechstel aller Universen zeigt der Würfel Eins, in einem anderen Sechstel Zwei und so weiter. Da wir in einem Universum gefangen sind, können wir nur einen Bruchteil der vollständigen Quantenrealität wahrnehmen.

Ergodizität
Nach dem Prinzip der Ergodizität sind die quantenmechanischen Paralleluniversen äqivalent zu weniger exotischen Typen von Parallelwelten. Ein Quantenuniversum spaltet sich mit der Zeit in viele Universen auf. Doch diese neuen Welten unterscheiden sich nicht von Paralleluniversen, die bereits anderswo im Raum existieren – beispielsweise andere Welten der Ebene I. Die Grundidee ist, dass alle Typen von Paralleluniversen verschiedene Wege verkörpern, auf denen sich Ereignisse hätten abspielen können.

Das Wesen der Zeit
Für die meisten Menschen ist die Zeit ein Mittel, um Veränderung zu beschreiben: Zu einem Zeitpunkt ist die Materie auf eine bestimmte Weise geordnet, einen Augenblick später anders. Das Konzept der Multiversen legt eine andere Sichtweise nahe. Wenn die Paralleluniversen jede mögliche Anordnung der Materie enthalten, dann ist die Zeit einfach eine Möglichkeit, diese Universen als Folge anzuordnen. Die Universen selbst sind statisch, Veränderung eine Illusion.

Das Ebene-IV-Multiversum

Die höchste Form des Multiversums umfasst alle überhaupt denkbaren Möglichkeiten. Seine Universen unterscheiden sich nicht nur durch ihren Ort, die kosmologischen Eigenschaften oder ihre Quantenzustände, sondern auch durch die jeweils geltenden Naturgesetze. Da diese Welten außerhalb von Raum und Zeit existieren, ähneln sie am ehesten abstrakten, statischen Skulpturen, die für die mathematische Struktur der jeweils gültigen physikalischen Gesetze stehen. Als einfaches Beispiel dient ein Universum aus Erde, Mond und Sonne, das den Newton’schen Gesetzen gehorcht. Einem außenstehenden Beobachter erscheint dieses Universum als ein kreisförmiger Ring (Erdbahn), der mit einem Band umwickelt ist (Mondbahn). Andere Formen verkörpern andere physikalische Gesetze (a, b, c, d). Diese Betrachtungsweise macht plausibel, warum unser Universum sich überhaupt mathematisch beschreiben lässt.

Autor:
Max Tegmark
Professor für Physik und Astronomie, Philadelphia
Experte für kosmische Hintergrundstrahlung un Galaxienverteilung
Das Multiversum von Heim ist in der Tat eher virtuell.
Geht in diese Richtung:
http://64020.forums.motigo.com/board...sage_id=303673

Zeitgenosse hat hierfur den schoenen Begriff Moeglichkeitswelten vorgeschlagen. Nur jeweils eine Moeglichkeit aus einer Auswahl wird physikalisch realisiert. Andere Moeglichkeitswelten sind eben nicht realisiert.
Koennte man als virtuell bezeichnen.

Und Phantasie gehoert zwar nicht zur physikalischen Welt aber existiert in der geistigen Welt. Erst beides zusammen ergibt das komplette Universum in dem wir leben.

Geändert von richy (16.08.07 um 16:33 Uhr)
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  #25  
Alt 16.08.07, 16:34
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Idee AW: Definition der Zeit

Zitat:
Zitat von richy Beitrag anzeigen
Die Zeit beeinflusst die physikalische Welt.
Weder Zeit beeinflußt die physikalische Welt noch umgekehrt!

Zitat:
Zitat von richy Beitrag anzeigen
Es ist willkuerlich wo man den Nullpunkt in einem Koordinatensystem setzt.
Es ist willkürlich ob man die Gegenwart als Nullpunkt oder als 2007-Punkt betrachtet.
Zitat:
Zitat von richy Beitrag anzeigen
Es gibt verschiedene Multiversentypen in der Astrophysik.
Von keinem davon habe ich irgendeine Ansichtskarte bekommen!
Zitat:
Zitat von richy Beitrag anzeigen
Das Multiversum von Heim ist in der Tat eher virtuell.
Also überheblich war er nicht ...
Zitat:
Zitat von richy Beitrag anzeigen
Zeitgenosse hat hierfur den schoenen Begriff Moeglichkeitswelten vorgeschlagen. Nur jeweils eine Moeglichkeit aus einer Auswahl wird physikalisch realisiert. Andere Moeglichkeitswelten sind eben nicht realisiert.
Koennte man als virtuell bezeichnen.
Dasselbe habe ich vorhin auch behauptet.
Zitat:
Zitat von richy Beitrag anzeigen
Und Phantasie gehoert zwar nicht zur physikalischen Welt aber existiert in der geistigen Welt. Erst beides zusammen ergibt das komplette Universum in dem wir leben.
Das Physikalische ist mit dem Phantastischen genau so wenig verschmolzen wie Raum mit Zeit !!!
Das Universum könnte auch ohne Phantasie, auch ohne phantasierende Menschen, ohne Menschen und ohne Phantasiemenschen existieren ... und das tut er auch - wir alle samt unseren Phantasien sind nur seine eigene, wirkliche, physikalische Phantasie ...
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  #26  
Alt 16.08.07, 19:30
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Standard AW: Definition der Zeit

Zitat:
Das Universum könnte auch ohne Phantasie, auch ohne phantasierende Menschen, ohne Menschen und ohne Phantasiemenschen existieren ...
So erstaunlich es klingen mag, wahrscheinlich ist dem nicht so.
Die beschreibung der PHYSIKALISCHEN Welt ueber die Heim Theorie mit 6 Dimensionen ist noch fehlerhaft.
Erst die Heim Droescher Theorie mit 8 Dimensionen korrigiert diese Fehler.
Sie beschreibt die PHYSIKALISCHE Welt.
Die 2 zusaetzlichen Dimensionen sind aber informatorischer Natur.
Sie gehoeren also zur abstrakten, geistigen Welt.
Daraus folgere ich mal ganz pl ump, dass die physikalische Welt ohne eine abstrakte Welt nicht in der Form existieren wuerde.

Zitat:
Von keinem davon habe ich irgendeine Ansichtskarte bekommen!
Doch :
Interferenzen auf Quanenebene zum Beispiel.

Aus einem Interview mit David Deutsch, dem Erfinder des Quantencomputers und Träger des Dirac-Preises :

Zitat:
Spiegel:
Sie reden von Interferenzmustern.

D.D:
Richtig. Sie werden verursacht, weil das Licht, das durch das eine Loch fällt, das Licht, das durchs Nachbarloch fällt, beeinflusst.

Spiegel:
Und das soll jetzt das Multiversum beweisen?

D.D:
Warten Sie. Stellen Sie sich nun vor, Sie schicken das Licht aus Ihrer Lichtquelle durch so viele dunkle Filter, dass am Ende nur noch ein einziges Photon pro Minute durch die Lochblende geht. Was passiert? Eigentlich würden Sie doch erwarten, dass dieses Photon, das ja jetzt nicht mehr gestört werden kann durch etwaige Nachbar-Photonen, entweder auf dem Abbild des einen oder auf dem Abbild des anderen Lochs landet.

Spiegel:
Sie meinen, die Interferenz müsste verschwinden.

D.D:
Genau. Aber das Erstaunliche ist: Sie tut es nicht. Auch wenn nur ein einziges Photon durch unsere Lochblende fliegt, landet es auf einem Platz, der dem komplexen Interferenzmuster entspricht! Was folgt daraus? Offensichtlich muss doch, während unser Photon durch das eine Loch geschossen ist, irgendetwas anderes durch das andere Loch gelangt sein, um mit unserem sichtbaren Photon zu interferieren.

Spiegel:
Und was ist dieses Etwas?

D.D:
Nun, experimentell lässt sich nachweisen, dass sich dieses Etwas exakt so verhält wie ein Photon. Zum Beispiel können wir ihm Spiegel in den Weg stellen und Linsen, irgendwelches optisches Gerät - das Ding, das die Bahn unseres sichtbaren, messbaren Photons beeinflusst, wird sich benehmen, als wäre es selbst ein Photon.

Spiegel:
Und Sie meinen jetzt, jenes unsichtbare Photon, das das sichtbare aus der Bahn wirft, stammt aus einem anderen Universum?

D.D:
Sie sagen es. Und damit haben Sie Ihren experimentellen Beweis für die Existenz des Multiversums.

Spiegel:
Und warum interferieren die beiden Universen ausgerechnet in dem Moment, in dem Sie Ihr Interferenzexperiment machen?

D.D:
Sie tun's die ganze Zeit, nicht nur, wenn wir Experimente machen. Deshalb sind wir auch überall umgeben von indirekten Hinweisen auf parallele Universen. Nehmen Sie die Tatsache, dass Materie fest ist. Wenn die klassische Physik wahr wäre und Atome wirklich nur in einem einzigen Universum existieren und einander anziehen würden, dann könnte man beweisen, dass es so etwas wie feste Materie gar nicht gibt. Es gäbe dann weder Ihren Stift noch Ihr Tonband, und Sie selbst gäbe es auch nicht. Jede Menge Eigenschaften der Welt sind verursacht durch Quanteninterferenz, durch das Zusammenwirken vieler paralleler Universen.

Geändert von richy (16.08.07 um 19:43 Uhr)
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  #27  
Alt 16.08.07, 19:39
Hermes Hermes ist offline
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Standard AW: Definition der Zeit

Hallo richy,

ich habe lange versucht, das 'Multiversum' schmackhaft zu machen...
Im Zweifelsfall weiß man halt nichts, könnte es sein, ist alles esoterische Fantasie und Erklärungen für das Dir wahrscheinlich bekannte Experiment mit einem einzelnen Photon, einem Beamsplitter und zwei Spiegeln ohne Viele-Welten die ich mal 'angefordert' habe bleibt bis heute aus.

Hier ist 'Grundlagenkampf'. Eine Typologie der Viele-Welten-Modelle hier?
Viel Erfolg!
Das war mein Kampf, die 'Gegner' sind geflohen! :
http://www.quanten.de/forum/showthre...5?t=106&page=4

Ausflüchte, müde dahergegähnte Allgemeinsätze, Ideenlosigkeit! Zumindest direkt auf das Thema bezogen, allgemein hats schon Spaß gemacht....

Falls Du die Zeit und Lust hast meine Argumentation dort anzusehen...Findest Du einen Fehler oder ergänzenden Punkt aus Deiner Sicht?

Bis jetzt mußte ich leider bezüglich der Viele-Welten um deren Existenz kämpfen, anstatt davon einmal ausgehend weiterzudenken oder sich um Details zu kümmern.

Ansonsten einfach mal Viel Spaß!

Geändert von Hermes (16.08.07 um 21:46 Uhr) Grund: falscher Link
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  #28  
Alt 16.08.07, 19:55
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richy richy ist offline
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Standard AW: Definition der Zeit

Hi Hermes
Dein Link fuehrt auf eine Edit Seite :-)
Lese es mir gleich durch.
Hier nochmals die zwei wissenschaflich doch recht fundierten Multiversen Links:
http://64020.forums.motigo.com/board...sage_id=306319

http://64020.forums.motigo.com/board...sage_id=303673

Die Heim Tehorie ist ebenfalss eine Moeglichkeitswelten Theorie.
Jede neue zeitartige Dimension spannt wie die Zeit selbst Musltversen auf.
Bei Heim besteht keine Zugang zu diesen Dimensionen ausser ueber die Elementarteilchen selbst. Der direkte Zugang ist ueber Null Tensoren blockiert.
Anders bei raumartigen zusaetzlichen Dimensionen. Dann landet man bei der Stringtheorie, die ihre Dimensionen aber bekanntlicherweise dafuer unter Planklaenge aufrollt.
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  #29  
Alt 16.08.07, 20:50
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richy richy ist offline
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Standard AW: Definition der Zeit

Hi Hermes
Habe mir den Thread durchgelesen. Ohne die Kasperleseinwuerfe von absolut waere er unterhaltsamer weil komprimierter.
Ich Teile deine Meinung groesstenteils. Gandalf hat frueher uebrigends oefters bei chaostheorie.de geposted.

Zitat:
http://en.wikipedia.org/wiki/Image:Beam_splitter.svg

David erklärt den Versuch einfach und anschaulich in einem Lehrvideo und es gibt den Film und die Gleichungen auch als PDF hier:

http://www.quiprocone.org/Protected/Lecture_2.htm
Es bleibt die Frage warum eine VWT den meisten Leuten so unangenehm, geradezu angseinfloessend ist. Vielleicht weil man es sich gerade noch
vorstellen kann ?
Diese nichtrealisierten Moeglichkeiten sind fuer mich so real, wie in der Gegenwart die Vergangenheit oder Zukunft. Daran stoert sich doch auch niemand. Bleibt die Frage was seltsamer ist.
Die Welt oder das Verhalten derer Bewohner :-)
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  #30  
Alt 16.08.07, 21:25
Einschwein Einschwein ist offline
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Standard AW: Definition der Zeit

Zitat:
Zitat von wusel Beitrag anzeigen
Hallo, abra...

Beim Suchen nach der Theorie für Alles, könnte der Zeitbegriff ein grösseres Hindernis als das Rätsel der Gravitation sein.

bis denne, wusel
Kleine Ergänzung durch Einschwein:

Beim Suchen nach der Theorie für Alles, könnte der EINSTEIN´SCHE Zeitbegriff ein grösseres Hindernis als das Rätsel der Gravitation sein.

Kannst du einem schlichten Ingenieur mit einfachen Worten erklären, worin das Rätsel der Gravitation bestehen soll?

Es grunzt
Einschwein

Den Einstein versteht kein Schwein
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