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Theorien jenseits der Standardphysik Sie haben Ihre eigene physikalische Theorie entwickelt? Oder Sie kritisieren bestehende Standardtheorien? Dann sind Sie hier richtig.

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  #1  
Alt 13.09.20, 11:26
sanftwasser sanftwasser ist offline
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Beiträge: 269
Standard Das Graviton

Kürzlich hatte ich gelesen, dass Masse etwas sei, mit dem materielle Teilchen 'behaftet' sind.
Masse scheint in dieser Vorstellung explizit der Schwere eine immaterielle, die Teilchen packende und verbindende 'Substanz', so als ob unscheinbare Spinnweben nebenbei ein Blattwerk knüpften.

Elementar ist diese Substanz Graviton benannt. Als ihr Behältnis wird der Raum angenommen, weil sie auf die Orientierung der Teilchen zueinander wirkt. Aber das ist keine Begründung.

Ich stelle (mir) daher die Frage, ob alternativ Gravitonen der Inhalt der Zeit sind, exakter die Vermittler der Zugspannung einer sich verkürzenden temporalen Distanz: dem negativen Druck, dem Sog der Entladung von materiellem und zeitlich versetztem antimateriellem Universum.

Gesetzt der Fall, so hätte das Graviton Spin 0. Dort, wo es im Raum ansetzt endete es, Punkt. Wie aber entfalten so jene Boten der Zeit ihre kollektive Kraft bezüglich der objekthaften Verräumlichung?

Wie könnten sie von außerhalb, aus ihrer Dimension heraus im Raum die materielle 'Herde' zusammen treiben, durch bloßes Bellen wohl kaum...
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  #2  
Alt 11.04.21, 16:33
John Ullmann John Ullmann ist offline
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Registriert seit: 02.12.2011
Beiträge: 31
Standard AW: Das Graviton

Hallo sanftwasser,
das Graviton muss den Spin 2 haben, das es in ein Photonenpaar zerfallen muss. Wenn du genaueres dazu erfahren willst, dann wende dich an mich johnullmann@gmx.de.
Grüße von John
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  #3  
Alt 12.04.21, 14:04
Zweifels Zweifels ist offline
Profi-Benutzer
 
Registriert seit: 26.11.2018
Beiträge: 244
Standard AW: Das Graviton

Zitat:
Zitat von sanftwasser Beitrag anzeigen
Wie aber entfalten so jene Boten der Zeit ihre kollektive Kraft bezüglich der objekthaften Verräumlichung?
Ich bin zwar ein totaler Noob (Newbie, Laie) in diesem Bereich, aber ich möchte mal folgende Theorie in den Raum werfen:
Wir wissen, dass Newton seine Axiome aus den Kepplerschen Gesetzen abgeleitet hat und ich vermute im 3. Kepplerschen Gesetz einen Zusammenhang zur Alternierenden Gruppe A_5, welche sich mit minimal erzeugenden Elementen x und y als Präsentation der Gruppe folgendermassen darstellen lässt:
x^5 = y² = (xy)³ ( siehe https://de.wikipedia.org/wiki/A5_(Gr...C3%A4sentation )
Das sieht mir sehr nach dem 3. Kepplerschen Gesetz aus, welches die Umlaufzeiten der Planeten zu ihren Halbachsen auf folgende Weise in Zusammenhang bringt:
(T1/T2)² = (a1/a2)³. (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Keplersche_Gesetze )
Definiert man die 5 Elemente als räumliche Ausdehnung (x',y',z') mit Koordinatenmittelpunkt (0') und einer Rotation (r'), könnte die Gravitation ein Phänomen sein, welches durch die Rotation des Teilchens hervorgerufen wird.
Im Gegensatz zur Alltagserfahrung bei einem Ketten-Karusell (https://de.wikipedia.org/wiki/Zentrifugalkraft) bleibt jedoch das Volumen des Teilchens konstant und die innenwohnenden Kräfte der Rotation treten als "Gravitationfeld" in der Umgebung des Teilchens auf. Deshalb rotiert unser Universum und selbst im Subatomaren Bereich haben Teilchen einen Spin.

Um zurück zu deiner Frage zu kommen. Es könnte sein, dass die Gravitation durch eine Rotation der Teilchen hervorgerufen wird, bei denen das Volumen konstant bleibt und die Rotationsenergie in Form eines Graviationsfeldes abgegeben wird. Und damit ist die Graviation natürlich auch mit der Masse verknüpft (Falls das Teilchen eine Masse hat) und weiterhin mit der Zeit verknüpft.

Ob das wirklich so ist, weiss ich nicht, es könnte aber der Grund sein, warum sich alles in unserem Universum um unser Universum dreht.
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  #4  
Alt 12.04.21, 22:07
John Ullmann John Ullmann ist offline
Aufsteiger
 
Registriert seit: 02.12.2011
Beiträge: 31
Standard AW: Das Graviton

Die Theorie des Urknalls erfordert zunächst eine erkenntnistheoretische Analyse. Es ist zu fragen, ob es überhaupt, und wenn ja, dann wie, möglich ist, eine wissenschaftlich fundierte Aussage über den Vorgang des Urknall zu machen. Dazu muss man von der naturwissenschaftlichen Beweisführung ausgehen, die darauf beruht, dass die theoretischen Voraussagen mit den experimentellen Überprüfungen übereinstimmen. Diese experimentelle Überprüfung geschieht durch den Vorgang des Messens. Über vielen Computertischen von Technikern und Physikern hängt der angeblich von Galilei getätigte Ausspruch „Messen, was messbar ist, was nicht messbar ist, das mache messbar.“ Zum Messen benutzt man aber reale Maßstäbe und Uhren, darauf beruht auch Einsteins allgemeine Relativitätstheorie und diese können auch nur reale Wirkungen, als Impuls mal Ort und Energie mal Zeit nachweisen. Nun gibt es aber das Plancksche Wirkungsquantum als kleinste Wirkung. Folglich können die Messinstrumente keine kleineren Wirkungen nachweisen.
Nun zeigen sich aber Abweichungen zwischen des berechneten Größen und den gemessenen Werten bei der Selbstwechselwirkung des Atoms, die man auf das Wirken der virtuellen Materie zurückführt. Diese kann man also nicht direkt nachweisen, aber sie existiert und stellt nur indirekt nachweisbare physikalische Größe dar. In seinem Buch „Der Teil und das Ganze“ erwähnt Heisenberg ein Gespräch mit Einstein, in dem dieser die Einführung verborgener Parameter in die Gleichungen erwägt, worauf der strikt positivistisch denkende Heisenberg sich erstaunt zeigt.
Die verborgenen Parameter sind jedoch nicht frei wählbar, sie sind an die Operatoren der real nachweisbaren Größen gebunden. So sind in Einsteins Gravitationsgleichung der metrische Tensor an den Energie-Impuls-Tensor der Materie gebunden und in der Transformationsgleichung des schiefen Quantentensors die virtuellen Teilchen an die realen Teilchen. Generiert man folglich die Theorie des Urknalls aus der Einsteinschen Gravitationsgleichung in Verbindung mit der Transformationsgleichung des schiefen quantenmechanischen Tensors, dann erhält man eine logisch kohärente Theorie des Urknalls. Es ist nun mal so, dass eine ernsthafte Darstellung des Urknalls auf den Prinzipien der Quantenmechanik, der speziellen Relativitätstheorie und der Allgemeinen Relativitätstheorie aufbauen muss. Das erfordert eine generative, also sich entwickelnde Darstellung des Universums in Raum und Zeit. Die bestehenden Theorien (Strings, Viele Welten und Supersymmetrien) sind zwar richtig, sie sind aber rein kategorischer Natur, das heißt ihnen fehlt die Verbindung zur Realität. Sie hängen in der Luft. Das ist die Sachlage.
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  #5  
Alt 13.04.21, 06:57
Hawkwind Hawkwind ist offline
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Standard AW: Das Graviton

Zitat:
Zitat von John Ullmann Beitrag anzeigen
Hallo sanftwasser,
das Graviton muss den Spin 2 haben, das es in ein Photonenpaar zerfallen muss. Wenn du genaueres dazu erfahren willst, dann wende dich an mich johnullmann@gmx.de.
Grüße von John
Warum muss ein Graviton in 2 Photonen zerfallen können?
Wenn es denn - wie vermutet - masselos ist, dann kann es eh nicht zerfallen (kinematisch verboten)!

Auf Spin=2 des Gravitons kommt man gewöhnlich, weil seine Quelle der Energie-Impuls-Tensor sein sollte.

Wenn es denn so ist, warum sollte ein Spin-0 Teilchen das nicht können?
Das skalare Pion schafft es immerhin auch, in ein Photonenpaar zu zerfallen?

Geändert von Hawkwind (13.04.21 um 18:45 Uhr) Grund: Wortwahl verbessert
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  #6  
Alt 17.04.21, 23:27
sanftwasser sanftwasser ist offline
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Standard AW: Das Graviton

Also John, die Nachfrage von Hawkwind gilt. Ich muss Dir keine Mail schreiben. Du kannst direkt hier Deine Auffassung dazu erklären.

@ Hawkwind... Bitte gelegentlich mir das Zerfall-Verbot für Masseloses erläutern.
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  #7  
Alt 18.04.21, 08:04
Hawkwind Hawkwind ist offline
Singularität
 
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Standard AW: Das Graviton

Zitat:
Zitat von sanftwasser Beitrag anzeigen
Also John, die Nachfrage von Hawkwind gilt. Ich muss Dir keine Mail schreiben. Du kannst direkt hier Deine Auffassung dazu erklären.

@ Hawkwind... Bitte gelegentlich mir das Zerfall-Verbot für Masseloses erläutern.
Das ist ganz simpel: Energie-Impuls-Erhaltung erfordert, dass das Schwerpunktsystem der Zerfallsprodukte mit dem Ruhesystem des zerfallenen Teilchens übereinstimmt. So ein Ruhesystem existiert für ein masseloses zerfallendes Teilchen aber nicht ==> Zerfall kinematisch verboten.
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  #8  
Alt 18.04.21, 09:37
sanftwasser sanftwasser ist offline
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Standard AW: Das Graviton

Zwei Photonen können in ein reales TeilchenAntiteilchen Paar zerfallend zusammen boxen.
Wie muss ich das Verbot korrekt interpretieren?
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  #9  
Alt 18.04.21, 10:19
Hawkwind Hawkwind ist offline
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Standard AW: Das Graviton

Zitat:
Zitat von sanftwasser Beitrag anzeigen
Zwei Photonen können in ein reales TeilchenAntiteilchen Paar zerfallend zusammen boxen.
Wie muss ich das Verbot korrekt interpretieren?
In Photon-Photon Streuexperimenten können reelle Teilchen erzeugt werden.
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  #10  
Alt 18.04.21, 10:50
sanftwasser sanftwasser ist offline
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Standard AW: Das Graviton

Und die Quark/Antiquark Produktion darf ich als Zerfall eines Gluons auffassen, falls dieses Masse besitze, aber falls nicht?
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