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Theorien jenseits der Standardphysik Sie haben Ihre eigene physikalische Theorie entwickelt? Oder Sie kritisieren bestehende Standardtheorien? Dann sind Sie hier richtig.

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  #441  
Alt 05.06.21, 15:44
MMT MMT ist offline
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Zitat:
Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
Würde ich so nicht unterschreiben.
Mit dem Begriff "Fundamentalkonstanten" sind nur Massenverhätnisse, Mischungswinkel und Kopplungkonstanten gemeint, wie eben die 1/137.036, oder die nuklearen Kopplungskonstanten.

Wenn man für die Gravitation auch eine Kopplungskonstante definieren will, ist das eine Zahl GM^2/(hquer c), wobei M eine Teilchenmasse ist. Da gibt es keine allgemeine Festlegung; man kann zB die Protonmasse, die Elektronenmasse oder die Neutrinomasse nehmen. Aber auch diese Kopplungskonstante für die Gravitation ist dann dimensionslos.

Die Konstante G ist in der Tat nicht dimensionslos - wird aber normalerweise nicht als Kopplungskonstante bezeichnet.

Geändert von MMT (06.06.21 um 09:45 Uhr)
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  #442  
Alt 06.06.21, 14:23
MMT MMT ist offline
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: was das bedeutet

Jede Gleichung der Physik, insbesondere jede Bewegungsgleichung, folgt aus dem Diractrick bei der Planckskala.
Eine von vielen Arten und Weisen, diese Aussage zu widerlegen, ist folgende: man zeigt, dass c^4/4G nicht die größte Kraft in der Natur ist, sondern das größere Kräfte möglich sind. In der Tat behaupten zwei Paper in Phys. Rev. D, in 2021 erschienen, genau das. Aber es haben sich Fehler eingeschlichen. Der wichtigste: die größte Kraft c^4/4G ist eine lokale Größe. Man kann zwar Kräfte an verschiedenen Orten addieren, bis ein größerer Wert zustande kommt; das ist aber kein Gegenbeispiel. Die größte Kraft ist ein Grenzwert für all Messwerte, den man an einem bestimmten Ort messen kann - in jedem Bezugssystem, zu jeder Zeit, an jedem Ort.

Wenn es doch möglich sein sollte, einen größeren Wert als c^4/4G an einem Ort zu erreichen oder zu erzeugen, dann sind das Fadenmodell und die oben zitierte Aussage widerlegt.

Geändert von MMT (06.06.21 um 15:27 Uhr)
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  #443  
Alt 06.06.21, 14:42
Zweifels Zweifels ist offline
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Registriert seit: 26.11.2018
Beiträge: 244
Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Seh das wie Bernhard...
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  #444  
Alt 06.06.21, 15:27
Hawkwind Hawkwind ist offline
Singularität
 
Registriert seit: 22.07.2010
Ort: Rabenstein, Niederösterreich
Beiträge: 2.649
Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Zitat:
Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen


Zitat:
Zitat von MMT
Mit Zahlen ist gemeint: die fundamentalen Konstanten sind dimensionslos.
Würde ich so nicht unterschreiben.

Man kann natürlich gut darüber grübeln und debattieren, welche Konstanten als fundamentaler als andere angesehen werden. Und das wurde und wird ja auch diskutiert.

Es scheint mir schon einiges für die Sicht von MMT zu sprechen; sicher macht es Sinn, dimensionsbehaftete Konstanten weitestgehend auf dimensionslose zurückzuführen.

Genau diese Thematik wird hier von Duff in einem Paper angeschnitten:
How fundamental are fundamental constants?
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  #445  
Alt 06.06.21, 16:44
sanftwasser sanftwasser ist offline
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Ort: Süddeutschland
Beiträge: 269
Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Die Masse würde ich auf ihre Elementarladung normieren, also jeweilige Division mit der zugehörigen Menge an Verdrillung.
Sie will ich vorschlagen als Schlagzahl des dekomponierten räumlichen Gefüges (Wicklungsdichte, twisting rate, 2*π*x/∆ t) am Zeitpfeil.
Man braucht im Ergebnis: Kraft = Quantenzahl*Kopplungskonstante

(Für diese Zahl existiert ein Maximum gesetzt den Fall einer räumlich dualen Limitierung der zeitlichen Sequenz einerseits und der Plancklänge als Minimum der 'dreiadrigen' räumlichen Konstruktion unter Lichtgeschwindigkeit andererseits)

Wenn man Raum als Vorhof einer Masse ansehen möchte, bspw. solares Neutrino-Feld, oder Feld der Hawking-Strahlung, oder Superposition von Feldern, ergibt sich seine ihr zuzuordnende Größe analog dem der Intensität der Verseilung seiner Komponenten geschuldeten Austrittswinkel aus dem Zeitpfeil.

Man könnte so weiter überlegen, was gravische Kopplung eigentlich bedeutet...

Geändert von sanftwasser (07.06.21 um 00:06 Uhr)
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  #446  
Alt 07.06.21, 21:37
MMT MMT ist offline
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Beiträge: 314
Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Jede Gleichung der Physik folgt aus dem Diracschen Fadentrick bei der Planckskala.
Die Vortragsfolien auf der Seite www.motionmountain.net/research zeigen, wie die Gravitation aus Fäden entsteht: Gravitation ist der Austausch von Gravitonen, und diese bestehen aus 2 Fäden. Damit kann man das Newtonsche Gravitationsgesetz, aber auch die Einsteinschen Feldgleichungen ableiten.

Die gleichen Folien zeigen auch, wie die Eichgruppen entstehen, die Wellenfunktion, die Diracgleichung, die Maxwellgleichungen, das Teilchenspektrum, usw., - kurz, die gesamte Teilchenhysik.

Wenn Michio Kaku das kommentieren würde, würde er nicht vom Fadentrick bei der Planckskala sprechen, sonder vom "Gottestrick". Um es klar zu sagen: von "Gottesgleichung", "Gottesteilchen" oder "Gottestrick" zu sprechen finde ich unpassend. Es ist etwas gechmacklos, oft eingebildet und vor allem hinderlich. Denn diese Wortwahl erschwert sowohl die Suche als auch die objektive Bewertung von Vorschlägen zur Vereinheitlichung. Diese Art von Wortwahl belastet das ganze Forschungsfeld seit langer Zeit. Da ist es besser, wenn man statt Fadenmodell "Spaghettimodell" sagt. Solche spöttischen Ausdrücke sind hilfreich, um allzu tierischen Ernst zu vermeiden.

Geändert von MMT (10.06.21 um 06:13 Uhr)
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  #447  
Alt 13.06.21, 11:46
MMT MMT ist offline
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: noch etwas

Das Fadenmodell sagt voraus:
Der Diracsche Fadentrick bei den Planckskala beschreibt die Natur vollständig.
Die Voraussage kann in vielerlei Weise experimentell überprüft werden, zB indem man Effekte jenseits des Standardmodell entdeckt. Wenn das Fadenmodell weiterhin den Überprüfungen standhält (bis jetzt ist das der Fall), dann ist das Fadenmodell die letzte Theorie. Und außerdem auch die kleinste.

Geändert von MMT (13.06.21 um 15:49 Uhr)
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  #448  
Alt 13.06.21, 23:10
sanftwasser sanftwasser ist offline
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Ort: Süddeutschland
Beiträge: 269
Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Wenn man die Bewegung des Gürtels mit Worten einem Blinden beschreiben müsste, wie wäre es richtig formuliert?

(Was sind die irreduziblen Merkmale, Charakteristika des frei schwebenden Fadens beim Trick)

Geändert von sanftwasser (14.06.21 um 00:09 Uhr)
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  #449  
Alt 15.06.21, 05:06
MMT MMT ist offline
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Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Ich versuche eine Antwort, die für Blinde formuliert ist. Das Fadenmodell sagt, dass die Natur aus fluktuierenden Fäden besteht. Insbesondere sind Teilchen rationale Gewirre von Fäden. Gewirre sind Knäuel mit Fäden, die lose bis ins räumlich Unendliche reichen und dort "befestigt" sind.

In jedem Fadengewirr kann man den Knäuel um seine Achse drehen lassen. Wenn man den Knäuel zweimal um eine beliebige Achse dreht, kann man die dadurch verwickelten Fäden wieder entwirren, indem man sie um den Knäuel herum führt, ohne den Knäuel zu drehen oder zu bewegen; das ist der Dirac-Trick. Wenn man den Knäuel nur einmal um die Achse dreht, kann man die Fäden dagegen nicht entwirren.

Der Dirac-Trick zeigt, dass ein Gewirr - also ein Knäuel mit Fäden bis ins Unendliche - sich WIE ein Spin 1/2 Teilchen verhält. Das Fadenmodell behauptet nun, dass alle Teilchen, und insbesondere Elementarteilchen, Gewirre SIND. Hinzu kommt im Fadenmodell, dass einfache Fäden nicht beobachtbar sind, Kreuzungswechsel dagegen schon. In der Praxis sind also nur die drehenden Knäuel beobachtbar; da sie sehr klein sind (einige Plancklängen), sind Elementarteilchen de facto punktförmig, aber mit Spin.

Der Dirac-Trick funktioniert auch mit einem Gürtel; die Schnalle spielt dann die Rolle des Knäuels. Wenn man die Schnalle zweimal um eine Achse dreht, kann man Gürtel wieder entwirren, indem man ihn um den Knäuel herum führt. Wenn man die Schnalle nur einmal um eine Achse dreht, kann man den Gürtel dagegen nicht entwirren.

Der Dirac-Trick funktioniert mit beliebig vielen Fäden (2 oder mehr) bzw. beliebig vielen Gürteln, die an einem zentralem Objekt hängen, das sich dreht. Der Dirac-Trick funktioniert mit Fäden, Gürteln, menschlichen Armen, usw., kurz, mit allem was lang und biegsam ist, ohne jegliche andere Einschränkung.

Im Fadenmodell wird angenommen, dass ein Kreuzungswechsel zweier Fäden das Plancksche Wirkungsquantum h-quer definiert; ebenso definiert der schnellste und der kleinstmögliche Kreuzungswechsel die Planckzeit und die Plancklänge. Das ergibt dann die üblichen Bewegungsglleichungen, insbesondere die Diracgliechung und die Feldgleichungen der Gravitation.
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  #450  
Alt 15.06.21, 06:33
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soon soon ist offline
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Beiträge: 727
Standard AW: Die Natur aus Fäden: bitte schimpfen

Zitat:
Zitat von sanftwasser Beitrag anzeigen
Wenn man die Bewegung des Gürtels mit Worten einem Blinden beschreiben müsste, wie wäre es richtig formuliert?

(Was sind die irreduziblen Merkmale, Charakteristika des frei schwebenden Fadens beim Trick)
An sich eine interessante Frage.

https://www.youtube.com/watch?v=JaIR-cWk_-o

Ich glaube, ein Blinder würde mit seinen taktilen Fähigkeiten das entscheidende Einmal-Drüber-Einmal-Drunter schnell erkennen.

Wenn Ertasten nicht geht, braucht es vermutlich Mathematik -> Topologie -> Knotentheorie.

https://9gag.com/gag/a7E2O4r
__________________
... , can you multiply triplets?
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